Festivalbesucher trotzen Angst

Terrorwarnung bei Rock am Ring: Schwälmer waren dabei

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Handyschnappschuss vom Freitagabend: Massen von Menschen ziehen zu den Zeltplätzen.  

Schwalm. Das Festival Rock am Ring zieht jedes Jahr zehntausende Besucher in die Eifel. Als es am Freitagabend wegen einer Terrorwarnung unterbrochen wurde, waren auch junge Menschen aus der Schwalm auf dem Gelände.

K. Glänzer, die ihren vollständigen Namen und Wohnort nicht in der Zeitung lesen will, war mit zwei Schwälmer Freundinnen und einer Gruppe aus Marburg dabei. „Wir waren beim Broilers-Konzert, als plötzlich Veranstalter auf die Bühne kamen und bekannt gaben, wir sollten auf die Zeltplätze gehen. „Ich hatte eigentlich keine Angst, aber viele andere weinten und reagierten hysterisch“, erzählte sie. 

Glücklicherweise sei es aber nicht zu einer Massenpanik gekommen, vielmehr habe sich eine ganz besondere Atmosphäre ausgebreitet. In Sprechgesängen erteilten die jungen Leute dem „scheiß Terror“ eine Absage, das Lied „Pure Lust am Leben“ wurde von der riesigen Menge angestimmt. „Es war eine gewaltige Menschenwanderung“, beschreibt es K. Glänzer. „Die meisten haben das Beste aus der Situation gemacht.“

Die Schwälmerin hat es letztlich nicht bereut, 185 Euro für das dreitägige Programm und das Übernachten auf dem „General Camping“ ausgegeben zu haben, auch wenn es eine Enttäuschung war, dass Headliner „Rammstein“ am Freitagabend aufgrund der Terrorwarnung ausfielen und ihr Auftritt auch nicht nachgeholt wurde. „Ich hatte meinen Spaß, alles hat sich gelohnt“, meinte sie im Gespräch mit unserer Zeitung, als sie wieder wohlbehalten zu Hause war. Am besten haben ihr die „Toten Hosen“ und „Feine Sahne Fischfilet“ gefallen. 

 

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