Melsungen günstig, Schwalmstadt teurer

Beisetzung kann richtig teuer werden: Gebühren im Kreis schwanken stark

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Unterschiedlich teuer: Gebühren werden anhand vieler Faktoren kalkuliert. 

Schwalm-Eder. Die Gebühren für Gräber und Bestattungen unterscheiden sich im Schwalm-Eder-Kreis teils stark. Ein Blick in die Satzungen der Gemeinden zeigt, dass Knüllwald und Melsungen besonders preiswert sind, während Schwalmstadt teuer ist. 

Dort kostet ein Erdreihengrab mehr als das Sechsfache wie in Knüllwald, 1290 statt 200 Euro, ein Urnenreihengrab sogar fast das Dreizehnfache gegenüber Melsungen, 1290 statt 100 Euro.

Um die Transparenz zu verbessern, erstellt der Verein Aeternitas Gebührenvergleiche. Die Verbraucherinitiative für Bestattungskultur höre dafür häufig Kritik von Gemeinden die sagen, dass die Gebühren durch ganz unterschiedliche Gegebenheiten nicht direkt miteinander verglichen werden könnten, berichtet Sprecher Alexander Helbach: „Wir denken aber, dass man das schon seriös recherchieren kann. Der Betroffene möchte nicht unbedingt wissen, wie sich die Gebühren zusammensetzen, sondern was er am Ende bezahlen muss.“

Als Hauptgrund für die großen Unterschiede nennt Helbach den Kostendeckungsgrad, also welcher Anteil der Kosten von Gebühren gedeckt wird und wie viel aus dem Haushalt der Gemeinde zugeschossen wird. In Melsungen liegt er bei rund 35 Prozent.

Besonders die Friedhöfe in den kleinen Stadtteilen im Schwalm-Eder-Kreis haben Probleme, die angestrebte Kostendeckung von 100 Prozent zu erreichen. In Homberg, wo es 24 kommunale Friedhöfe gibt, wurden die Gebühren zu Beginn des neuen Jahres erhöht – um den Kostendeckungsgrad von 65 Prozent auf 80 Prozent anzuheben.

Der Trend zur Feuerbestattung und damit zu kleineren Gräbern führe zu Gebührenverlusten, sagt Helbach. Er rechnet deshalb damit, dass die privat zu zahlenden Kosten in den kommenden Jahren weiter steigen werden.

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