Mehr Unfälle mit Leichtverletzten

Weniger Unfalltote auf Straßen im Schwalm-Eder-Kreis

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Im Jahr gab es 2018 historisch wenig Unfalltote. Allerdings gab es deutlich mehr Unfälle mit Leichtverletzten. Bei diesem Foto handelt es sich um ein Symbolbild.

Sechs Todesfälle gab es laut eines Berichts der Polizei im Jahr 2018 auf den Straßen im Schwalm-Eder-Kreis. So wenige gab es zuletzt 2011, das ist ein historisch niedriger Wert.

2017 waren es auf den Straßen im Schwalm-Eder-Kreis acht Todesfälle.

Neben der Zahl der Verkehrstoten ist auch die Anzahl der Schwerverletzten um 14,8 Prozent gesunken. 127 Menschen waren es im vergangenen Jahr, 2017 noch 149. „Der Bericht für das Jahr 2018 ist mit Sicherheit positiv, es geht aber noch besser“, sagt Hauptkommissar Thomas Gläsel.

Damit meint er den deutlichen Anstieg der Unfälle mit leichten Personenschäden. Hier stieg die Zahl im Vergleich zu 2017 von 485 auf 565 (16,5 Prozent).

Auch die Anzahl der Unfälle unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ist gestiegen: Der Anteil der Rauschunfälle lag 2018 mit 102 bei knapp 3 Prozent aller Unfälle. Im Jahr zuvor waren es nur 74 Rauschunfälle.

Wildunfälle machen etwa 36 Prozent der Unfälle aus

Einen der häufigsten Polizeieinsätze machen weiterhin Wildunfälle (1338) aus. Zwar ist die Zahl im Vorjahresvergleich (1485) leicht gesunken, seit 2005 aber steigt die Zahl stetig. Laut Bericht sorgten bisher getestete Wildwarnreflektoren nur für eine kurzfristige Verbesserung. Wildunfälle machten 2018 etwa 36 Prozent der Unfälle aus.

Insgesamt gab es auf den 1229 Kilometern Straße im Schwalm-Eder-Kreis 2018 insgesamt 3684 registrierte Verkehrsunfälle. Laut Gläsel gibt es zwar Stellen, wo ein erhöhtes Unfallrisiko herrscht, aber: „Es gab 2018 keinen Unfallpunkt nach Definition“ (siehe Hintergrund).

Die meisten Unfälle passierten im April (338), Mai (337), August (353) und im September (349). „Aufgrund der Witterung sind die Menschen dann mobiler unterwegs und die Straßen sind vor allem zur Rush-Hour voller“, erklärt Gläsel.

Trotz der positiven Entwicklung hält Thomas Gläsel fest: „Im Vergleich zum Vorjahr fällt der Bericht sicher positiv aus. Dennoch sind sechs Unfalltote sechs zu viel.“

Keine Unfallpunkte nach Definition

Laut Hauptkommissar Thomas Gläsel gibt es zwar Stellen im Schwalm-Eder-Kreis, wo das Unfallrisiko höher sei, aber keine Orte mit einer Unfallhäufung nach Definition. „Obwohl es beispielsweise am Elfershäuser Kreuz öfter mal zu Unfällen kommt, ist dies kein Unfallpunkt“, sagt Gläsel und erklärt: „Ein Unfallpunkt ist laut Definition eine Stelle, wo es in einem Jahr zu mindestens drei Unfällen mit schweren Personenschäden oder zu fünf Unfällen gleichen Typs kommt.“ So etwas hat es 2018 zum Glück nicht gegeben.

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