Zehn Jahre nach Kyrill: Wald hat sich erholt

Schwalm-Eder. Vor genau zehn Jahren wütete das Orkantief Kyrill über Deutschland. Auch im Schwalm-Eder-Kreis hinterließen die Orkanböen unzählige Schäden an Häusern und verwüsteten ganze Waldgebiete.

Nach zehn Jahren zieht Hessen Forst nun eine Bilanz. Die Wiederbewaldung ist mittlerweile abgeschlossen.

„Wo vor zehn Jahren noch unzählige Fichten dem Sturm zum Opfer gefallen sind, entstehen heute gesunde, stabile Mischwälder, die dem Klimawandel besser gewachsen sind“, erläutert Hessen-Forst-Sprecherin Petra Westphal. Auf einer Fläche von 73 000 Hektar fegte Kyrill damals innerhalb weniger Stunden starke Bäume um wie Streichhölzer. In Hessen fielen rund sieben Millionen Festmeter Holz den Orkanböen zum Opfer. Die Schwerpunkte der Sturmschäden im Schwalm-Eder-Kreis lagen dabei in den Zuständigkeitsbereichen der Forstämter Melsungen und Neukirchen. In beiden Bereichen fielen jeweils bis zu 200 000 Festmeter Holz dem Sturm zum Opfer. Etwas weniger hatte Kyrill im Bereich des Forstamtes Jesberg gewütet. „Im Vergleich zu anderen Regionen in Nordhessen waren wir weniger betroffen“, erinnert sich Jesbergs Forstamtsleiter Karl Gerhard Nassauer. Im Bereich des Forstamtes Jesberg fielen etwa 110 000 Festmeter Holz Orkan Kyrill zum Opfer.

Wesentlich schlimmer seien für den Forstamtsbereich zwei Sommertornados im März und Juni 2010 gewesen, wo die Schäden in den Wäldern im Vergleich zu Kyrill dreimal so hoch waren.

„Ziel der Wiederbewaldung war eine intensive Förderung der Baumartenmischung. Denn Mischwälder sind deutlich stabiler als großflächige Reinbestände“, erklärt Westphal. Bis heute wurden allein in hessischen Wäldern rund zwölf Millionen Jungbäume auf den verwüsteten Flächen gepflanzt (52 Prozent Laubholz, 48 Prozent Nadelholz).

Die Sturmschäden des Orkans Kyrill aus dem Jahr 2007 in der Region

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