Reaktionen nach ersten Gottesdiensten

„Es war ein gutes Gefühl“: Erste positive Reaktionen nach dem Start der Gottesdienste 

In der Kirche von Niedergrenzebach nahmen am Sonntagvormittag nach neun Wochen wieder 26 Gottesdienstteilnehmer an einer Andacht unter Corona-Hygieneregeln teil.
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In der Kirche von Niedergrenzebach nahmen am Sonntagvormittag nach neun Wochen wieder 26 Gottesdienstteilnehmer an einer Andacht unter Corona-Hygieneregeln teil.

„Die Leute machten insgesamt einen zuversichtlichen Eindruck“, sagt Dekan Christian Wachter vom Kirchenkreis Schwalm-Eder. Gemeint sind Gottesdienstteilnehmer, die beim Start der wenigen Gottesdienste am Sonntag im Altkreis Ziegenhain und Umgebung teilgenommen haben.

Erste Gottesdienste, nach neun Wochen, fanden unter Corona-Hygieneregeln in der Stadtkirche sowie in der Heilig Geist Kirche in Treysa, vor der Schlosskirche in Ziegenhain und in der Kreuz-Kirchengemeinde Niedergrenzebach statt (HNA berichtete).

"Ausgerechnet am Kantate-Sonntag durften wir nicht singen"

In der Kreuz-Kirchengemeinde Niedergrenzebach starteten nach Angabe von Pfarrer Hans-Gerrit Auel die Andachten sogar wieder in allen drei Kirchen. „Es war ein gutes Gefühl, endlich wieder Gottesdienst zu feiern“, so Auel. Der einzige Wermutstropfen am Sonntag war laut Auel: „Ausgerechnet am Kantate-Sonntag durften wir nicht singen.“ Denn in geschlossenen Räumen sei das Singen verboten. Pfarrer Auel hofft daher in Zukunft auf besseres Wetter, sodass das Singen demnächst draußen im Freien mit Mundschutz und Abstandsregeln wieder möglich ist.

Trotz der geltenden Corona-Hygieneregeln während des Gottesdienstes entdeckte Auel für ihn etwas sehr Interessantes: „Eigentlich sitzen immer alle nah beieinander und zentriert. Es ergab sich am Sonntag eine ganz andere Anordnung, weil die Kirchgänger nur zu zweit in einer Bankreihe saßen.“ Für den Pfarrer war diese Beobachtung positiv, weil er so auch mal in alle Ecken der Kirche schauen musste, fügt Auel schmunzelnd hinzu.

Hoffnung auf schönes Wetter

Gerade für den Monat Mai mit Christi Himmelfahrt, Pfingsten und einigen Taufen sei es eine Bereicherung, wieder Gottesdienste anbieten zu dürfen, fügt Auel hinzu: „Hoffentlich spielt das Wetter in den kommenden Wochen mit und wir haben die Möglichkeit, draußen gemeinsam Andachten zu feiern.“

Im Bereich Frielendorf und Neukirchen starten die Gottesdienste später 

Für den Bereich Frielendorf und Neukirchen gab Natalie Miller gegenüber der HNA bekannt, dass dort die Gottesdienste einstimmig noch nicht begonnen haben: „Erste Termine sind beispielsweise in den Gemeinden Ottrau und Oberaula für Christi Himmelfahrt datiert“, sagt Miller. Dafür müsse laut der Mitarbeiterin auch das Wetter mitspielen, denn für Christi Himmelfahrt sind Andachten im Freien geplant.

Ohne Versprechen abzugeben, verweist Miller auf die notwendige Flexibilität zurzeit hin: „Die Starttermine sind nicht sicher. Vielleicht beginnen Gottesdienste auch erst wieder am 24. Mai oder noch später.“ Insgesamt müssten sich die Gottesdienstteilnehmer auf kürzere Andachten einstellen, sind sich Wachter und Auel einig.

Mehr Gesprächsbedarf als sonst

Pfarrer Hartmut Wagner gestaltete gemeinsam mit Pfarrer Dieter Schindelmann den Gottesdienst in der Stadtkirche in Treysa. „Es wirkte vertraut, aber gleichzeitig gespenstisch“, erinnert sich Wagner an Sonntag. Er habe gemerkt, dass die Leute aufgeatmet haben, als der Gottesdienst anfing.

Außerdem fiel Wagner auf, dass bei den Kirchgängern mehr Gesprächsbedarf als sonst vorhanden war: „Nach dem Gottesdienst verweilten und unterhielten sich einige auffällig mehr als sonst.“ Natürlich mit Abstand, so Wagner.

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