Schwalmstadt: Auch Retten ist Übungssache

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Mit einer großen Abschlussübung auf dem Hof der Feuerwehr Ziegenhain ging ein 80-stündiges Seminar zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin für Notärzte zu Ende.

Eine ganze Woche lang wurden jeden Tag die einzelnen Schritte der Patientenversorgung in den unterschiedlichsten Notfallsituationen durchgespielt und Vorträge zu unterschiedlichen notfallmedizinischen Themen gehalten.

„Die Rettung eines Patienten mit offenen Knochenbrüchen aus einer Grube oder die Bergung von mehreren Verletzen und Toten bei einem schweren Verkehrsunfall sind nur einige der durchlebten Simulationsvarianten“, erklärt Dr. Andreas Hettel, Chefarzt der Klinik für Anästhesie-, Intensiv- und Notfallmedizin an den Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken, der selbst seit vielen Jahren als aktiver und Leitender Notarzt tätig ist.

Rettungsteam: Die Kursteilnehmer mit Jochen Radtke, Dr. Andreas Hettel, Christian Eckstein und Michael Hillmann. 

Zusatzweiterbildung wird regelmäßig veranstaltet

Die Zusatzweiterbildung Notfallmedizin Zusatzweiterbildung in der Region Nordhessen seit 2004 regelmäßig veranstaltet. In diesem Jahr übernahm Dr. Hettel zum ersten Mal die wissenschaftliche und ärztliche Leitung. Unterstützt wurde die Zusatzweiterbildung durch den organisatorischen Leiter Jochen Radtke, das Team Rettungsmedizin- Nordhessen und den stellvertretenden Seminarleitern, Dr. Michael Kind aus dem Elisabeth-Krankenhaus Kassel und Patrick Müller-Nolte, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme Asklepios Schwalm-Eder.

Wichtig sei die Aufmachung und Konzeption des Seminarumfelds, betonte Chefarzt Dr. Hettel. Um praxisnah arbeiten zu können war das Seminar auf 35 Teilnehmern begrenzt. „In dieser überschaubaren Gruppengröße sind Übungen in Perfektion zu lernen“, erklärte der Seminarleiter. Die Woche mündete in einen sogenannten Traumatag.

Feuerwehr unterstützte den Kurs

Bei der technischen Rettung unterstützte die Feuerwehr die Notfallmediziner. Durch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr mit ihrer professionellen Ausrüstung wie Drehleiter, Schleifkorbtrage und hydraulischem Rettungsgerät habe man unterschiedlichste Einsätze lebensecht nachstellen und üben können, heißt es in einer Pressemitteilung. Um eine möglichst realistische Unfalldarstellung erreichen zu können, wurde der Kurs von der Firma Crash-Art.de unterstützt. Professionelle Unfalldarsteller simulierten für die Semiarteilnehmer realistische Fallbeispiele und Szenarien inklusive schreiender Unfallzeugen bis hin zu Schwerverletzten durch.

Informationen und Anmeldung unter: rettungsmedizin-nordhessen.com/. Der nächste Kurs findet vom 9. bis zum 16. Mai 2020 im Elisabeth-Krankenhaus in Kassel statt.

vonLuisa Weckesser

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