250 000 Euro aus Berlin

Schwalmstadt: Geld soll für innerstädtische Entwicklung genutzt werden

Rathaus in Schwalmstadt
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Rathaus in Schwalmstadt (Symbolbild)

Über 250 000 Euro kann sich die Stadt Schwalmstadt freuen. Bundestagsabgeordneter Edgar Franke (SPD) teilte die frohe Botschaft passend zum Start in die Vorweihnachtszeit mit.

Schwalmstadt. „Die Corona-Pandemie ist ein Stresstest für unsere Innenstädte und Ortszentren, gerade auch in ländlichen Regionen. Ich freue mich sehr, dass das Projekt „InSTADTsetzung – Innerstädtische Entwicklungsstrategie für die traditionell bipolare Stadt Schwalmstadt“ überzeugt und die Zusage bekommen hat!“, so Edgar Franke in einer Pressemitteilung.

In der Politikwissenschaft versteht man unter bipolar zwei im Gegensatz zueinanderstehende Systeme beziehungsweise Teile oder Strukturen. Im Fall Schwalmstadt sind damit Ziegenhain und Treysa gemeint. „Ich freue mich, dass man unsere kreativen Konzepte und nachhaltigen Ideen als unterstützenswert betrachtet und unsere Mühen hinter den Anträgen belohnt werden“, so Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard in einer Mitteilung am Dienstag.

Schwalmstadt habe die Verantwortlichen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit seiner Idee eines Verfügungsfonds überzeugen können. Damit solle laut Projektbeschreibung für die beiden Zentren der Kernorte Treysa und Ziegenhain ein Konzept zur Entwicklung eines gemeinsamen Mittelzentrums erarbeitet werden. Mithilfe des Verfügungsfonds wolle man zudem erste Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Zentren umsetzen, heißt es weiter.

Kampf gegen Problemlagen

Konkret sollen auf diese Weise Förderangebote entstehen, um die Attraktivität von Einzelhandel, Gastronomie und Erdgeschosszonen zu steigern. Leerstand, Modernisierungsstaus und Gestaltungsdefiziten soll so entgegengewirkt werden, erläutert Pinhard.

Nach Vorgaben des Bundesinstituts müssen alle in Schwalmstadt im Zusammenhang mit dem Förderprogramm geplanten Vorhaben bis spätestens 31. August 2025 abgeschlossen sein. Die 250 000 Euro werden vom Bund im Wege der Projektförderung als Anteilsfinanzierung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse gewährt. Der Eigenanteil beträgt laut Mitteilung der Stadt 200 000 Euro, die von der Stadtverordnetenversammlung für die Innenstadtentwicklung genehmigt wurden. Insgesamt umfasst das Projektvolumen damit 450 000 Euro.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hatte im Sommer die Mittel für das Bundesprogramm von 25 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro erhöht. 238 Städte und Kommunen bekommen Fördermittel. In Hessen profitieren 23 Kommunen von dem Ende Juli ausgerufenen Programm. Antragsberechtigt waren Städte und Gemeinden mit bestehenden oder drohenden Problemlagen – zum Beispiel Leerstand – in ihren Innenstädten.

Im Schwalm-Eder-Kreis ist Schwalmstadt die einzige Kommune, die sich über Fördermittel freuen darf. In der Region sind Kassel, Eschwege und auch Marburg dabei. Eschwege bekommt für sein geplantes Projekt sogar 1,275 Millionen Euro. (Matthias Haass)

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