Paukenschlag am Mittwochnachmittag

A49 wird weitergebaut: Ausschuss gibt 1,1 Milliarden Euro frei

Schwalmstadt. Paukenschlag am späten Nachmittag: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat für den Lückenschluss der A49 zwischen Schwalmstadt und der Anschlussstelle A5 bei Gemünden Mittel in Höhe von 1,1 Milliarden Euro für die kommenden 30 Jahre (Projektlaufzeit) freigegeben.

Das ist der Inhalt einer Pressemitteilung der CDU-Bundestagsabgeordneten Helge Braun, Stefan Heck, Bernd Siebert und Thomas Viesehon.

Gebaut werden soll wie geplant in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) mit privaten Investoren, ein Gutachten habe die Wirtschaftlichkeit bestätigt. Nunmehr hätten „auch die Finanzpolitiker des Bundes ihre Zustimmung zur Freigabe der nötigen und bislang gesperrten Verpflichtungsermächtigungen geben können“. Nun erfolge die Ausschreibung für die fehlenden Abschnitte (VKE 30 und 40).

„Das ist eine historische Entscheidung – und absolut die richtige“, sagt SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke aus Gudensberg. „Man darf und kann eine Autobahn nicht einfach im Nirwana enden lassen, man muss sie zu Ende bauen“, sagt Franke.

Die gute Entwicklung der Städte Borken und Gudensberg seien schließlich beste Beweise dafür, dass eine gute Infrastruktur die Grundbedingung für eine wirtschaftliche Belebung sei. Dort, an der A 49, hätten sich bereits viele Betriebe angesiedelt. Die SPD habe sich stets für den Weiterbau eingesetzt. Auch wenn bei den jahrzehntelangen Diskussionen um den Weiterbau schon viele Anlieger nicht mehr daran geglaubt hätten, dass die A 49 tatsächlich fortgeführt werde.

Seit den 1970er-Jahren gibt es Initiativen, die den Weiterbau der A 49 ab Borken verhindern wollten. Dazu zählt auch „Schwalm ohne Autobahn“. Nicht überrascht zeigte sich Sprecher Jörg Haafke. Angesichts der bereits entstehenden A 49-Bauwerke zwischen dem jetzigen Autobahnende und Schwalmstadt sei klar gewesen, dass der Weiterbau nicht zu verhindern gewesen sei. Im Sinne von Neustadt sei der Lückenschluss inzwischen sogar zu begrüßen, meint Haafke. Bei einem Bauende in Schwalmstadt wäre der gesamte Autobahnverkehr durch die Kleinstadt gerollt.

Im Raum steht eine Fertigstellung schon bis 2025.

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