Zum Tag der Architektur bietet Hephata-Metallwerkstatt Führungen

An der Bundesstraße 454: Die Hephata-Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Ziegenhain ist ein auffälliges Gebäude. Am Tag der Architektur am Samstag, 27. Juni, sind auch die Architekten vor Ort. Fotos: privat/nh

Schwalmstadt. Wer baut, setzt Zeichen: Der bundesweite Tag der Architektur am Samstag, 27. Juni, rückt im Schwalm-Eder-Kreis ein Gebäude in den Mittelpunkt.

Die Hephata-Metallwerkstatt an der Feuerwache in Ziegenhain wird an diesem Tag ihre Pforten öffnen. Entworfen wurde das Gebäude vom Wiesbadener Architekturbüro Zaeske und Partner.

Das lichtdurchflutete Gebäude mit seiner markanten Fassade an der Bundesstraße 454 spricht eine eigene Sprache. Mit seiner transparenten und offenen Bauweise ist das Werkstattgebäude ein sichtbarer Botschafter der Diakonie-Einrichtung.

„Es ist schön, hell und gut“, so hatte es Hans-Günter Kripko, Bereichsleiter der Hephata-Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, schon einmal auf den Punkt gebracht. Bis zum Umzug am Jahresende 2012 war die Metallwerkstatt auf dem Hephata-Stammgelände in Treysa am Lindenplatz ansässig gewesen.

Mit dem neuen Gebäude haben die Planer Antworten gegeben. Antworten auf Fragen wie: Was wird benötigt? Wie sind die Wege der Menschen und die des Materials? Das Arbeiten in der hellen, großzügig Halle sei nicht nur angenehm, sondern auch sicherer, sagt Kripko, und dabei erinnert er auch an die beengten Verhältnisse in den vorherigen Werkstatträumen am Lindenplatz.

Die Planer haben eine besondere Symbiose umgesetzt: Die Ansprüche einer Behindertenwerkstatt, aber auch die einer Industriefertigungsanlage, werden erfüllt. Da seien zum einen die rein funktionellen Anforderungen einer Metallwerkstatt, erklärt Kripko. Insbesondere Zerspanungsarbeiten wie Drehen, Fräsen und Bohren werden für Partnerbetriebe dort getätigt. Technisch hohe Standards in Sachen Arbeitssicherheit, Belüftung, sind umgesetzt worden. Zum anderen sei das Gebäude aber auch behindertengerecht und barrierefrei konzipiert.

Hintergrund:

Die Metallwerkstatt mit Mensa sowie Sozial- und Verwaltungsräumen dient als Arbeitsstätte für 155 Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen. Bedingt allein durch die Maße der Werkstatthalle ist das Gebäude als Großform konzeptioniert, versinnbildlicht durch ein allumfassendes, horizontal ausladendes Dach, unter dem sich alle Nutzungsbereiche als eingeschobene Kuben vereinen. In dem Gebäude finden sich ebenfalls großzügige Aufenthalts- und Pausenbereiche sowie ein Speisesaal mit Verteilerküche. Die Fassade besteht aus glänzenden Metallpaneelen, die zum Teil gelocht sind und halb durchscheinend leuchten. Die Werkstatt ist am Samstag, 27. Juni, für die Öffentlichkeit zwischen 14 Uhr und 15.30 Uhr geöffnet, Führungen werden um 14.30 Uhr und um 15 Uhr angeboten. Adresse: An der Feuerwache 2, Ziegenhain.

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