Beim Lehrgang in Ziegenhain war die Alltagsmaske Pflicht

Feuerwehr: AHA-Regel bei der Übung

Feuerwehrleute stehen im Kreis. Alle tragen eine Alltagsmaske.
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Die Alltagsmaske war beim Feuerwehrgrundlehrgang in Ziegenhain für Ausbilder und Teilnehmer Pflicht.

Ohne Ausfälle ging vor Kurzem der Erste Feuerwehrgrundlehrgang im Altkreis Ziegenhain nach dem Lehrgangsstopp im Frühjahr zu Ende. Und wie konnte es anders sein, auch bei den Feuerwehrleuten war das Corona-Virus ein beherrschendes Thema.

Ziegenhain - Das zeigte sich auch noch Tage später im Gespräch mit dem Lehrgangsleiter. Ihm seien bislang keine Infektionen gemeldet worden, sagt Alexander Kurz erleichtert gegenüber unserer Zeitung. Anfangs sei er etwas skeptisch gewesen, so Kurz: „Wenn aber alle diszipliniert sind, kann man auch so etwas durchziehen.“

Die mögliche Erkrankungsgefahr durch das Corona-Virus hatte Auswirkung auf den gesamten Lehrgang. Vorsicht wurde großgeschrieben. Nicht auszudenken, wenn das Virus in verschiedene Wehren getragen worden wäre. Es hätte im schlimmsten Fall Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft haben können.

Feuerwehrleute waren mit den Hygienebedingungen vetraut

Egal ob Theorie oder Praxis, die AHA-Regeln – also Abstand einhalten, Hygienevorschriften beachten und Alltagsmasken tragen – galten für Ausbilder und Teilnehmer gleichermaßen. Während des ganzen Lehrgangs galt im Übungsdienst Maskenpflicht. Man habe penibel auf die Einhaltung geachtet, sagt der Lehrgangleiter: „Wir haben auch an die Leute appelliert, sich außerhalb des Dienstes an die Regeln zu halten.“

Selbst die Verabschiedung der Feuerwehrfrauen und -männer fand draußen auf dem Hof des Feuerwehrstützpunkts Ziegenhain im großen Kreis mit Abstand statt. Hände wurden keine geschüttelt, in diesen Zeiten muss ein freundliches Kopfnicken reichen. Man habe letztlich davon profitiert, dass man nicht mehr am Anfang der Pandemie stehe und die Feuerwehrleute im Grundsatz mit der Situation vertraut gewesen seien, sagt Christian Nill, einer der Ausbilder.

Selbstrettungsübung: Um das Infektionsrisiko zu minimieren, wurde in Kleingruppen ausgebildet.

Insgesamt 31 Teilnehmer absolvierten den Grundausbildungslehrgang oder wie es formal richtig heißt, die Truppmannausbildung Teil Eins. Mit dabei frisch aus der Jugendfeuerwehr gewechselte 18-Jährige, aber auch zwei Feuerwehrleute, die bei ihrem Alter eine Fünf vorne stehen haben. Egal ob jung oder alt, alle mussten dasselbe Programm absolvieren. Insgesamt leisteten die Lehrgangsteilnehmer 70 Stunden. Ein 16-stündiger Erste-Hilfe-Lehrfang musste bereits im Vorfeld besucht werden.

Kleingruppen und mehr Ausbilder

Geübt wurde an vier Wochenenden jeweils Freitag und Samstag. Vier Mal trafen sich die Brandschützer an einen Wochentag zum theoretischen Unterricht.

Auch dabei sorgte Corona für eine Veränderung: Um die Gruppengröße im Lehrsaal und damit die Gefahr durch Tröpfchen und Aerosole möglichst klein zu halten, wurde der Lehrgang geteilt. Mehraufwand für die Ausbilder des Kreisfeuerwehrverbands Ziegenhain. Allein diese einfach organisatorische Veränderung brachte sechs zusätzliche Tage für das Ausbilderteam. In der praktischen Ausbildung wurde die Größe der Gruppen auf maximal zehn Personen begrenzt. Zwei Ausbilder kümmerten sich jeweils um acht Lehrgangsteilnehmer. Dadurch hätte man bei einem möglichen Covid-Verdacht zumindest die Chance gehabt, eine Quarantäne auf eine begrenzte Personenzahl einzuschränken, erklärt Alexander Kurz: „Das wäre mein Plan B gewesen.“

Die doppele Ausbilderzahl pro Gruppe habe sich aber auch unabhängig von Corona als sehr vorteilhaft erwiesen, meint der Lehrgangsleiter und erklärt, dass die Betreuung und Begleitung der Teilnehmer wesentlich dichter erfolgen konnte. „Das ist das Positive, was wir aus dieser Situation mitnehmen können“, meint Kurz zufrieden. Foto: Zacharias, Christine

Von Matthias Haaß

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