Stadtverordnete stimmen am 16. November ab

Ziegenhain: Anbau an Wache am Paradeplatz in der Diskussion

Variante 1: Diese Anbauskizze zeigt den Entwurf eines eingeschossigen Anbaus, oben befänden sich vier Büros.

Schwalmstadt. Weiter geht es mit der Wache am Paradeplatz in Ziegenhain: In der nächsten Sitzung am 16. November sollen die Schwalmstädter Stadtverordneten darüber abstimmen, wie das Gebäude modernisiert werden soll.

Laut Beschluss in der vorigen Stadtparlamentssitzung erwirbt die Stadt das historische Kleinod, Baujahr 1769, vom Schwälmer Heimatbund. Es soll weiterhin als Sitz der Schwalm-Touristik und des Tourismusservice Rotkäppchenland sowie künftig des neuen Stadtmanagements mit Alexander Dupont dienen.

Pläne für einen Umbau wurden den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses und des Bauausschusses bereits ausgehändigt. Für eine von drei Varianten des Architekturbüros „Sprengwerk“ (Kassel) soll sich das Parlament im November entscheiden.

Bei Variante 1 würde der Umbau lediglich im Bestand erfolgen, das heißt die Außenansicht bliebe weitgehend unverändert. Die Varianten 2 und 3 sehen darüber hinaus einen ein- bzw. zweigeschossigen seitlichen Anbau vor.

Variante 2: Ein zweigeschossiger Anbau mit Treppenaufgang würde über die halbe Höhe des hohen Doppelmansarddaches reichen. Repros: HNA

Die Diskussion über die richtige Lösung ist bereits in vollem Gange, besonders die Fraktionen von Freien Wählern und Bündnis 90/Grüne haben Zweifel am Nutzungskonzept und den Kosten schon ausgedrückt. Zum Kaufpreis (81.000 Euro) kommen energetische Sanierungskosten von rund 120.000 Euro unausweichlich hinzu: Dach, Fenster und Dämmung müssen auf jeden Fall auf den Stand gebracht werden. Entscheidet das Parlament darüber hinaus für einen seitlichen Anbau, kommen geschätzte Kosten in Höhe von 240.000 Euro (Variante 1, siehe Abbildung oben) oder 320.000 Euro (Variante 2) hinzu.

Hier sollte noch einmal gerechnet werden, hatte Christel Bald (FWG) im Stadtparlament gefordert, und Zustimmung seitens der FDP erhalten. Für die Grünen schlug Johannes Biskamp erneut vor, einen Teil der Beschäftigten außerhalb der Wache unterzubringen, so dass dort nicht mehrere Büros für fünf oder mehr Mitarbeiter geschaffen werden müssten.

Bürgermeister Dr. Gerald Näser ist unterdessen nicht allzu bange vor der Belastung: Er wies das Parlament darauf hin, dass es über den Stadtumbau eine 70-prozentige Zuschuss-Förderung geben würde.

Von Anne Quehl

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