Fachleute entwickeln mit Interessierten Ideen

Schwalmstadt: Anstöße für die Gartenschau

Blick über die Schwalmwiesen Richtung Schloss: Mit einem Bürgerspaziergang zu Themenstationen in diesem Bereich und am Wallgraben soll es morgen um die Potenziale einer Landesgartenschau hier gehen.
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Blick über die Schwalmwiesen Richtung Schloss: Mit einem Bürgerspaziergang zu Themenstationen in diesem Bereich und am Wallgraben soll es morgen um die Potenziale einer Landesgartenschau hier gehen.

Sie soll die Lebensqualität aufwerten, das Klima verbessern und die Stadt weit über Nordhessen hinaus bekannt machen – die Landesgartenschau 2027 in Schwalmstadt.

Schwalmstadt - Weil die Stadtverordnetenversammlung in ihr eine Chance zur Entwicklung der größten Stadt im Kreis sieht, votierten die Mitglieder für eine Machbarkeitsstudie. Damit beauftragt wurde das Büro Kienleplan aus Baden-Württemberg.

Am ersten Workshop nahmen Stadträte und der Bürgermeister teil. Alle Interessierten sollen nun beteiligt werden, über Postkarten oder persönliche Gespräche. In den Rathäusern in Ziegenhain und Treysa sowie in der Tourist-Info am Ziegenhainer Paradeplatz werden Karten ausliegen, die man direkt vor Ort ausfüllen oder mit nach Hause nehmen und später abgeben kann. Dabei haben alle die Möglichkeit, eigene Ideen zur Landesgartenschau mitzuteilen, heißt es weiter.

Diese können sich auf geeignete Flächen und Standorte beziehen, grundlegende Denkanstöße geben und die Umgestaltung von bereits vorhandenen Flächen beinhalten. Die Abgabe ist bis zum 23. Oktober möglich. Die Postkarte kann auch per Post an die Stadt gesendet werden.

Bürger sollen eingebunden werden

Am Samstag, 3. Oktober, sind Mitarbeiter des Planungsbüros an insgesamt vier Standorten rund um das Hochwasserrückhaltebecken vor Ort, um über die Pläne zu informieren und mit Schwalmstädtern ins Gespräch zu kommen. Der Bürgerspaziergang führt zu verschiedenen Themenstationen und soll die Möglichkeit bieten, z.B. eigene Ideen für geeignete Flächen und Standorte, die Umgestaltung von bereits vorhandenen Flächen oder grundlegende Denkanstöße im Zusammenhang mit einer Landesgartenschau zu geben.

Coronabedingt findet diese Aktion zur Beteiligung der Menschen als Spaziergang und nicht als Infoveranstaltung in einer Halle statt. Mitarbeiter des Planungsbüros Kienleplan sind an den insgesamt vier Themenstandorten vor Ort fürs Gespräch. Wer dabei sein möchte, kann die vier Stationen morgen, Samstag, 3. Oktober zwischen 10 Uhr und 13 Uhr anlaufen oder von Station zu Station fahren. Eine gemeinsame Startzeit oder einen gemeinsamen Startort gibt es dabei nicht.

Übrigens können auch hier die ausgefüllten Postkarten abgegeben werden. Es ist auch eine Homepage zur Landesgartenschau-Bewerbung in Arbeit. Auf ihr sollen häufig gestellte Fragen beantwortet und grundsätzliche Informationen gegeben werden. sro/aqu

Kein Geld für Gartenschau-Infoveranstaltung

Auch in der letzten Stadtverordnetenversammlung ging es um eine mögliche Landesgartenschau in der Stadt im Jahr 2027. Die Kosten in Höhe von 2500 Euro für eine Informationsveranstaltung sollte auf Antrag der Freie Wähler die Stadt Schwalmstadt übernehmen. Ausgearbeitet hat die Veranstaltung der Förderverein „Kulturlandschaft Schwalm“.

Der Antrag wurde aber in der Sitzung mit 24 Nein-, sieben-Ja und einer Enthaltung abgelehnt.

Nach Darstellung von FW-Fraktionssprecher Thomas Kölle habe der Verein „Kulturlandschaft Schwalm“ die Veranstaltung zum Thema Landesgartenschau mit verschiedenen Referenten geplant. Diskutiert werden soll über Anforderungen, Erfahrungen, Erfolge aber auch Enttäuschungen. Die Uni Gießen würde ihre Studie „Kurzfristige und langfristige Auswirkungen einer Gartenschau aus wissenschaftlicher Sicht“ vorstellen. Bei der Veranstaltung sollten Ideen für eine nachhaltige Infrastruktur gesammelt werden. Die Freie Wähler würden die Landesgartenschau nicht nur als unter dem unmittelbaren wirtschaftlichen Faktor betrachten, sondern auch als Motor einer Stadtentwicklung.

Ein klares Nein kam von SPD-Sprecher Daniel Helwig. Die Stadtverordneten hätten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Sobald sie vorliege, sollten die Menschen beteiligt und alle Vor- und Nachteile diskutiert werden.

Dem schloss sich Anne Willer (CDU) an. Die Landesgartenschau sei für Schwalmstadt eine Chance, aber man solle erst die Machbarkeitsstudie abwarten. Die Stadt müsse das Heft des Handelns in der Hand behalten. ras

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