Petitionssausschuss des Landtags unterstützt Kritik der Knüllstraßen-Anlieger nicht

Schwalmstadt: Argumente finden keine Zustimmung

Durchgangsstraße in Niedergrenzebach. Rechts am Straßenrand liegen Leerrohre für eine Baustelle.
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Gehewege zu breit, Straße zu schmal, Bordsteine zu flach: Anwohner der Ortsdurchfahrt in Niedergrenzebach sorgen sich um die Verkehrssicherheit nach dem Ausbau der Straße.

Niedergrenzebach – An der Form des Ausbaus der Knüllstraße in Niedergrenzebach wird sich nichts ändern. Mit dem Unmut der Niedergrenzebacher darüber beschäftigte sich in der vergangenen Woche der Petitionsausschuss des Hessischen Landtags.

Niedergrenzebach - Wie jetzt aus Niedergrenzebach zu erfahren war, folgt der Landtagsausschuss der Argumentation der mit dem Ausbau beschäftigten Behörden und unterstützt nicht die Niedergrenzebacher in ihrer Kritik. Die Anlieger stören sich im Wesentlichen an dem Wegfall der Busbuchten, der Fällung von Kastanienbäumen, der Verengung der Fahrbahn und dem Absenken der Bordsteinkanten auf fünf Zentimeter.

Ortstermin mit Petitionsauschuss

Bei einem Ortstermin des Petitionsausschusses mit Landtagsabgeordneter Regine Müller als Berichterstatterin des Landtagsgremiums waren noch einmal die Argumente ausgetauscht worden (HNA berichtete). Es gab eine öffentliche Ortsbegehung. Dabei hatten die Niedergrenzebacher die Möglichkeit, ihre Vorbehalte, insbesondere die Verkehrssicherheit betreffend, deutlich zu machen. Außerdem fand eine interne Nachbesprechung der behördlichen Teilnehmer statt. Dieser Ortstermin wurde seitens des Landtags protokolliert.

Knüllstraßenanlieger bringen nun gegenüber Regine Müller vor, dass ihnen die inhaltliche Gewichtung des Berichts nicht ausgewogen erscheine. Ihre vorgebrachten Argumente würden nur drei Sätze umfassen, während sich die behördliche Nachbesprechung über dreieinhalb Seiten erstrecke. Sie kritisieren, dass wichtige Aspekte wie unter anderem die eingeschränkte Sicht des Fahrbahnverlaufs beim Überqueren der Straße keine Erwähnung fänden. Auch fehlt ihrer Ansicht nach, dass durch die Enge der Fahrbahn größere Fahrzeuge im Begegnungsverkehr mutmaßlich auf die Gehwehwege ausweichen müssten.

Verkehrsaufkommen soll gezählt werden

Landtagsabgeordnete Müller weist die Vorwürfe von sich. „Ich habe wirklich getan, was ich konnte“, sagt die SPD-Politikerin. Inhaltlich kann sie zur Sitzung des Petitionsausschuss nichts sagen, da das Verfahren noch nicht öffentlich ist. Nicht nur das Protokoll habe dem Ausschuss vorgelegen. Alles, was sie an Argumenten im Sinne der Niedergrenzebacher auch mündlich dem Gremium vorbringen konnte, habe sie.gemacht. Im Grunde genommen aber sei das Kind schon in den Brunnen gefallen gewesen. Immerhin seien die Beteiligten beim Ortstermin übereingekommen, dass die Verkehrszählung für die Niedergrenzebacher zum falschen Zeitpunkt gelaufen ist. Hintergrund: Die Schätzung des Verkehrsaufkommens auf der Landesstraße basiert auf Zahlen von 2015.

Von Sylke Grede

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