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Schwalmstadt: Fraktionen für neues Gebäude mit Sanitäranlagen am Stadion

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Von: Anne Quehl

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Soll von einem modernen Funktionsgebäude abgelöst werden: Blick auf das alte Sportlergebäude im Schwalmstadion Treysa.
Soll von einem modernen Funktionsgebäude abgelöst werden: Blick auf das alte Sportlergebäude im Schwalmstadion Treysa. © Sandra Rose

Auch wenn das Aprilwetter ungemütlich ausfiel: Die lokalpolitischen Gewitterwolken über dem Schwalmstadion in Treysa haben sich fürs Erste verzogen.

Schwalmstadt. In der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments wurde ein einstimmiger Kompromiss erzielt, nachdem die Wogen wochenlang hochschlugen. Die Sanierung mit Bau eines neuen Funktionsgebäudes mit Sanitärtrakt für Aktive und Wohnmobilisten wird bis Herbst fristgerecht zur Förderung angemeldet.

So soll der nächstmögliche Zeitpunkt für einen dann hoffentlich positiven Bescheid erreicht werden. Allgemein herrscht nun Optimismus, dass das Vorhaben vielleicht schon 2023 konkret wird.

Über Wochen war über das Thema auf verschiedenen Ebenen debattiert und auch gestritten worden. Die Mehrheitsfraktionen (CDU, Freie Wähler, Bürger für Schwalmstadt und FDP) hatten im Rahmen der Haushaltsverabschiedung durch einen Sperrvermerk abgebremst, unter anderem Sportfunktionäre und die SPD daraufhin heftig gewettert (HNA berichtete).

Projekt soll zügig umgesetzt werden

In der zurückliegenden Woche wurde der Blick dann offenbar gemeinsam nach vorne ausgerichtet, nach intensiven Gesprächen im Ausschuss gelang dann in der Festhalle am Donnerstag der Schulterschluss in der Sache.

Denn die beiden Fraktionsanträge zum Stadion, einmal von der SPD, zum Zweiten vom Viererbündnis, zielten beide auf eine nun zügige Projektierung der Pläne mit kundiger Berücksichtigung der Fördermöglichkeiten und -richtlinien ab.

Karin Wagner (SPD) machte eindringlich deutlich, dass ein Zuwarten nur Nachteile bringen werde. Letztlich postulierten alle für sich, die für den Sport, die Schulen und die gesamte Stadt beste Lösung voranbringen zu wollen. Am Ende war die SPD einverstanden, den eigenen Antrag zurückzuziehen, wenn der der Mehrheitsfraktionen angepasst wird: Das Ergebnis war einstimmig Ja.

Kritik am Bürgermeister

Scharfe Spitzen gab es dennoch einige. So nannte SPD-Fraktionssprecher Daniel Helwig eine vom FW-Fraktionschef kurz vor der Sitzung veröffentlichte Erklärung erniedrigend und von den eigenen Schwächen ablenkend. Der SPD gehe es ums Vorankommen, das Mitgehen mit dem Antrag der Mehrheitsfraktionen beweise das Verantwortungsgefühl der SPD.

FW-Sprecher Engin Eroglu hatte am Donnerstagnachmittag eine Mitteilung verschickt, in der er mit der Schwalmstädter SPD heftig ins Gericht ging, ihr gehe „jegliches Verantwortungsgefühl“ ab, sie zeige sich im Bürgermeisterwahlkampf populistisch, „eine Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion im Stadtparlament sei „inzwischen fast unmöglich“.

Dass es mit dem Projekt Schwalmstadion bislang nicht lief, liegt nach Ansicht der Freie Wähler und Thomas Kölle, Letzterer inzwischen fraktionslos, an Bürgermeister Stefan Pinhard. Kölle bezeichnete den Verwaltungschef als „das Problem“.

Christian Herche (FW), der ein Verhinderungsimage seiner Fraktion zurückwies, warnte vor einem Millionengrab und forderte für den weiteren Weg „einen guten Moderator“.Das müsse eigentlich der Bürgermeister sein, doch könne man diese Chefsache auch auf jemand anderes übertragen. Der Magistrat sei gefordert, aus den Bedarfen eine optimale Konzeption zu entwickeln. (Anne Quehl)

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