CORONA Badespaß mit Einschränkungen

Freibäder im Altkreis Ziegenhain setzen auf Verständnis der Badegäste

Er hofft auf das Verständnis seiner Badegäste: Frank Schulz, Fachangestellter für Bäderbetriebe im Freibad Ziegenhain 
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Er hofft auf das Verständnis seiner Badegäste: Frank Schulz, Fachangestellter für Bäderbetriebe im Freibad Ziegenhain 

Für viele entfällt wegen der Coronakrise der langersehnte Sommerurlaub. Oft die einzige Alternative: ein Besuch im heimischen Freibad.

Sonnenbaden auf der Wiese, ein Sprung ins kühle Nass und im Anschluss Pommes rot-weiß oder ein Eis am Stiel genießen: Das geht auch während der Coronakrise in den meisten Freibädern im Altkreis Ziegenhain. Allerdings mit Einschränkungen.

Das Freibad in Ziegenhain hat seit Samstag geöffnet, die ersten vier Tage war der Eintritt kostenlos. „Wir hatten am ersten Wochenende direkt 340 Besucher“, sagt Frank Schulz, Fachangestellter für Bäderbetriebe. Er freut sich, dass es mit vier Wochen Verspätung nun losgeht.

Coronaregeln: Weniger Badegäste in Freibädern erlaubt

Im Eingangsbereich müssen die Besucher vorgeschriebenen Wegen folgen, es herrscht Maskenpflicht. Wer das Freibad betritt, muss sich die Hände desinfizieren. Die Kassiererin zählt die Gäste mit einem Handzähler.

Regulär haben bis zu 3000 Besucher Platz, wegen den Einschränkungen dürfen sich jetzt noch 600 Badegäste im auf dem Gelände aufhalten. Es werden nur Tageskarten verkauft. Saisontickets oder Zehnerkarten gibt es diesen Sommer nicht in Ziegenhain.

Im 1000 Quadratmeter großen Schwimmerbecken dürfen maximal 100 Gäste baden, im Nichtschwimmerbecken 75, das Planschbecken kann von vier Personen gleichzeitig genutzt werden.

Auf der Liegewiese gelten die bekannten Abstandsregelungen von 1,5 Metern, Kleingruppen von bis zu zehn Personen sind erlaubt.

Vorsitzende des Fördervereins Freibad Frielendorf: Ruth Nöll freut sich auf die Badesaison 2020.

Einschränkungen im Freibad: Vier Umkleidekabinen für alle

Maximal vier Personen dürfen parallel die Umkleidekabinen nutzen, vier Toiletten sind geöffnet. Beide Bereiche werden stündlich desinfiziert, beim Betreten des Innenbereichs muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. „Beim Schwimmen halten sich die Gäste bis jetzt gut an die Regeln. Nur im Haus gibt es teilweise Diskussionen wegen der Maskenpflicht“, lautet Schulz erstes Fazit.

Auch das Frielendorfer Freibad ist am Montag unter strengen Hygieneauflagen in die Saison gestartet. Im Schnitt finden dort 1500 Gäste Platz. Wegen der Coronaregeln sind jetzt noch 500 Badegäste erlaubt. Gezählt werden diese mit einer Lichtschranke am Schwimmbecken.

„Die Rutsche und den Sprungturm sperren wir, sollte der Andrang zu groß werden“, sagt Volker Siemon, Fachangestellter für Bäderbetriebe. Für ihn bedeuten die Regelungen einiges an Aufwand.

Anders als in Ziegenhain, müssen die Badegäste ein Kontaktformular ausfüllen. „Im Idealfall drucken sie sich das Formular vorab aus und geben es ausgefüllt an der Kasse ab“, sagt Bürgermeister Thorsten Vaupel. Im Eingangsbereich gelten Masken- und Desinfektionspflicht, der einzuhaltende Mindestabstand ist mit pink-farbener Sprühfarbe klar gekennzeichnet. Wie auch in Ziegenhain herrscht das Einbahnstraßenprinzip. Vier Umkleiden stehen zur Verfügung, je zwei Toiletten für Frauen und Männer sind geöffnet. Jede Stunde wird gründlich desinfiziert.

Coronaregeln: Keine Warmwasserduschen im Innenbereich

In beiden Bädern dürfen ausschließlich die Außenduschen zum Abbrausen ohne Shampoo und Duschgel benutzt werden. Die die Schließfächer sind ebenfalls gesperrt. Die Coronaregeln für Freibäder hängen als Erinnerung gut sichtbar für die Badegäste aus.

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