Bahn AG soll nachgeben – Höhenlösungen liegen vor

Bahnhof Treysa: Hephata und Stadt fordern Baustart

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Schwalmstadt. Es besteht seit Jahren Baurecht für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Treysa. Jetzt fordern Hephata und die Stadt Schwalmstadt erneut mit Nachdruck von der Bahn, sofort zu bauen.

Zugleich soll sie dafür sorgen, dass die neuen IC-Züge mit Neigetechnik zum Fahrplanwechsel im Dezember in Treysa auch halten können, denn der so wichtige Fernzughalt droht wegen der zu geringen Bahnsteighöhe gestrichen zu werden.

Das Stadtparlament hat soeben eine entsprechende Resolution einstimmig auf den Weg gebracht. Zugleich ist sich Frank Keller (Hephata-Behindertenhilfe) als Experte sicher, dass sogenannte Hybrid-Bahnsteige – Bahnsteige mit zwei unterschiedlichen Höhen – die perfekte Lösung bedeuten. „Im Prinzip müssen nur schnellstmöglich die vorhandenen Umbaupläne umgesetzt werden“, so Keller, die Finanzierung sei lange geklärt. Er lässt nicht gelten, dass die Bahn sich zur Einstieghöhe von 55 Zentimetern querstellt, sondern nun auf einen 76 Zentimeter hohen Ausbau pocht. Dies würde faktisch eine völlig neue Planung erfordern und zudem den Halt von Nahverkehrszügen verhindern.

Richtig wäre es stattdessen laut Keller, die 55-Zentimeter-Variante zusammen mit dem barrierefreien Ausbau durch Rampen zügig zu realisieren. Dieses Höhenniveau ist für Fern- und für Nahverkehrszüge geeignet und besteht auch in Stadtallendorf und dem prämierten neuen Marburger Bahnhof. Später könnten Gleisabschnitte auf 76 Zentimeter angehoben werden, dafür habe das Land sogar die Kostenübernahme garantiert, wozu das Ministerium allerdings gestern nicht Stellung beziehen wollte. 

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