Fördergeld gibt es offenbar nicht

Bahnhofstraße: Es gibt Schwierigkeiten bei der Umgestaltung

Treysa. Wie es weitergeht mit der Umgestaltung der Bahnhofstraße in Treysa, das war Thema eines mit Spannung erwarteten Gesprächs zwischen einer Schwalmstädter Delegation und dem Wirtschaftsministerium in Wiesbaden.

Michael Schneider berichtete, das Ergebnis sei ernüchternd gewesen. Es sei klar geworden, dass für die Bahnhofstraße vieles ausgeschlossen ist, so lange sie Landesstraße ist, zum Beispiel Fußgängerzone. Auch Temporeduzierung, Einbahnabschnitte oder alternative Fußgänger-Kraftverkehr-Modelle seien unter dem Vorzeichen der Landesstraße unzulässig. Der einzige angedeutete Kompromiss sei gewesen, dass eine Verengung an ein oder zwei Stellen erlaubt werden könnte.

Der Ministeriumsbeauftragte sei sich zwar im Klaren, dass die neue Wieragrundstraße in Wirklichkeit als Landesstraße fungiere, doch sei das kein Argument. Hintergrund: Weil in die Wieragrundstraße entsprechendes Fördergeld floss, ist sie auf viele Jahre hinaus zwingend eine Gemeindestraße.

Die Umwidmung der Zwalmstraße zur Landesstraße könnte eine Lösung bringen, allerdings müsste Schwalmstadt diese Strecke mit eigenem Geld fit machen.

Weitere Hiobsbotschaft: Hessenmobil will den Ausbau der Bahnhofstraße in den kommenden sieben Jahren nicht finanzieren, die Stadt sei nicht dafür gelistet. Widrig zusätzlich: Für die geplante Verwendung von restlichen Städtebaumitteln gibt es knappe zeitliche Fristen.

Losgehen soll es mit dem Ausbau eigentlich nächstes Frühjahr. 

Rubriklistenbild: © dpa

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