Ziegenhainer Museum setzt auf treue Ehrenamtliche

Beim Schwälmer Heimatbund sinken die Mitgliederzahlen

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Im Herzen der Ziegenhainer Festung: Der Schwälmer Heimatbund, Träger des Museums und des Archivs der Schwalm, sucht einen Nachfolger für Konrad Nachtwey, der den Vorsitz des Vereins abgibt. Foto: Martin Diebel/nh

Ziegenhain. Konrad Nachtwey, Leiter des Museums der Schwalm und bis jetzt noch amtierender Vorsitzender des Schwälmer Heimatbundes (SHB), zog kürzlich bei einem Treffen der ehrenamtlichen Mitarbeiter Bilanz.

Dabei er hatte auch einen Wermutstropfen: Der Schwälmer Heimatbund, Träger des Museums und des Archivs der Schwalm, schrumpft, wenn es auch in den vergangenen Jahre immer wieder gelungen sei, neue Mitglieder durch persönliche Werbung, durch briefliche Ansprache und in Veranstaltungen zu gewinnen. Mit noch etwa 650 Mitgliedern ist eine Grenze erreicht, die die selbstgestellten Aufgaben schwieriger werden lässt.

Sinkende Einnahmen

In jedem Monat müssen mindestens 2100 Euro eingenommen werden, um das Haus überhaupt betreiben zu können. Wünschenswert wären 1000 Mitglieder, die es vor Jahren auch einmal gab, die einen jährlichen Grundstock von 40 000 Euro einbrächten. Konrad Nachtwey appelliert an alle Schwälmer, den eigenen Heimatbund nicht im Stich zu lassen.

Vorsitzender gesucht

Dass der Museumsleiter gleichzeitig einen neuen Vorsitzenden für den SHB sucht (wir berichteten), hängt auch damit zusammen, dass die Doppelbelastung als Vorsitzender und Museumsleiter für den 81-Jährigen langsam zur Belastung geworden ist.

Wenn in Kürze zur Mitgliederversammlung eingeladen wird, hätte Nachtwey den Wunsch, dass er am Schluss den neuen Vorsitzenden begrüßen und zu seinem Amt in einem der traditionsreichen Vereine der Region gratulieren könne.

Wichtiges Ehrenamt

Auch gelte es, den 30 Ehrenamtlichen den Dank der Museumsleitung auszusprechen, zu dem es im Jahr 2016 durch Beeinträchtigungen rund um den Bau und Terminschwierigkeiten nicht mehr gekommen war, so Nachtwey.

„Jede noch so umwerfende Idee, jeder noch so imponierende Plan ist zum Scheitern verurteilt, wenn er nicht durch begeisterte Mitarbeiter umgesetzt werden kann“, so Nachtwey.

Inzwischen gebe es Museumsführer, die auch in Englisch begleiten können und fast jede Gruppe könne auch geführt werden.

Das Wichtigste seien die professionelle Öffnungszeiten, die sich sonst nur „Große Häuser“ leisten können. Nachtwey versprach seinen Ehrenamtlichen, noch so lange wie möglich das Museum leiten zu wollen, zumal die Bedeutung sichtlich gewachsen sei.

„Ein solches Juwel gibt man nicht aus der Hand“, so Nachtwey abschließend. (syg)

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