Entspannung der Situation: Nach dem Fischsterben gab es grünes Licht für Belüftung des Gewässers

Nach Fischsterben: Belüfter sorgen für Sauerstoff im Wallgraben

Gefährlich: Unter Aufsicht eines Kampfmittelspezialisten installierten JVA-Beamte Belüfter im Kleinen Wallgraben. Foto: Grede

Ziegenhain. Zwei mobile Belüfter sollen jetzt im Kleinen Wallgraben in Ziegenhain für mehr Sauerstoff sorgen.

JVA-Beamte setzten die beiden Geräte am Donnerstagmittag ein. Wegen der gefährlichen Altlasten in dem Gewässer wurde die Aktion von einem Spezialisten der Kampfmittelräumung überwacht.

Im Kleinen Wallgraben war es in der vergangenen Woche zu einem Fischsterben gekommen. Bei einer Räumungsaktion am Dienstag waren 26 Kadaver geborgen worden. Verendet waren überwiegend Marmorkarpfen und Hechte - Edelfische, die zum Teil schon mehr als 50 Jahre alt waren.

Über die JVA als größtem Anlieger ist das Land verantwortlich für das Gewässer. Seit Jahren ist der Zugang wegen Munitionsfunden aus dem Zweiten Weltkrieg gesperrt. Seit Jahren wird auch um den Start der Kampfmittelräumung gerungen.

Laut Justizministerium waren der Kleine und der Große Wallgraben letztmals 2012 künstlich belüftet worden. Keine Erklärung dafür gab es, warum es angesichts der Wetterlage in den vergangenen Wochen nicht schon eher ähnliche Maßnahmen gegeben hat.

Am Freitag sollen auch im Großen Wallgraben zwei Belüfter installiert werden. Verschlossen wurde auch der Auslauf vom Kleinen zum Großen Wallgraben, damit der Wasserstand sich erhöht. Der soll aus Sicht der Experten in vier bis fünf Tagen wieder normal sein.

Nach Fischsterben: Belüfter sorgen jetzt für Sauerstoff

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