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Ende der Motorradsaison- Etwa 100 Biker fuhren durch den Knüll

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Etwa 20 Motorräder fahren im Korso durch eine Dorfstraße.
Etwa 100 Biker starteten am Samstag in Leimsfeld zur gemeinsamen Tour durch den Knüll. © Regina Ziegler-Dörhöfer

In Leimsfeld haben sich am Samstag Motorradfahrer zum Saisonabschluss getroffen. Im 30. Jahr organisierten die Motorradfreunde Leimsfeld die Ausfahrt.

Leimsfeld – Auch wenn sich die Sonne zum Saisonabschluss der Motorradfreunde Leimsfeld nicht zeigte, so holten doch etwa 100 Biker ihre Maschinen noch einmal hervor, um gemeinsam eine Runde durch den Knüll zu drehen. „Wir hatten eine unfallfreie Saison. Schön, wenn man im Kreise der Gleichgesinnten Danke sagen kann“, sagte Maik Huber.

Motorradseelsorger Reinhard Natt läutete die Ausfahrt wie gewohnt mit Glockenklang ein und schaute gemeinsam im sich anschließenden Gedenkgottesdienst auf viele Bikerfahrten zurück. „Einige unserer Bikerfreunde waren in diesem Jahr am Nordcup und am vergangenen Wochenende gab es ein Abschlusswochenende in der Region Göttingen“, erzählte Fabian Rommeis.

Manch Biker hatte im heißen Sommer die Maschine aber auch gerne mal in der Garage stehen lassen, denn bei über 35 Grad mache das Motorradfahren keinen Spaß. „Die Spritpreise sind auch nicht zu verachten“, tauschten sich die Biker aus.

Meike Hartwig ist von klein auf dabei

Für Meike Hartwig war die gemeinsame Knüllfahrt am Samstagnachmittag eine der ersten Ausfahrten auf der eigenen Maschine überhaupt. Die junge Frau hat ihren Motorradführerschein ganz frisch in der Tasche. „Sie ist von klein auf bei mir mitgefahren. Schön, dass sie auch Gefallen am Motorradfahren gefunden hat“, berichtete die stolze Mama Melanie Hartwig. „Ich selbst habe meinen Mann über das Motorradfahren kennengelernt. Die Bikergemeinschaft ist etwas ganz besonderes. Ich habe die üblichen Leimsfelder Sonntagsausfahrten immer sehr geliebt“, sagt Hartwig.

Auch Freundin Vivien Dunkel möchte die vielen Stunden auf ihrer Maschine nicht missen, sei sie doch auch schon durch die französischen Seealpen und an den Gardasee gefahren. „Mein Mann träumt jetzt von einer Tour nach Albanien und der Küstenstraße Kroatiens.“

Entschleunigung auf dem Motorrad

Am trüben Herbstsamstag hatten sich zwar nicht ganz so viele Biker in den Corso eingereiht, doch Peter Berneburg holte sogar seine historische Honda aus der Garage. Er kaufte die Maschine vor 45 Jahren. „Vor vier Jahren habe ich sie komplett saniert, jetzt schaut sie wieder aus wie neu“, freute er sich. „Die alte Honda ist eine ideale Maschine, um sich die Landschaft zu betrachten. Man fährt gemütlich mit 80 Stundenkilometern über die Landstraße und genießt“, verriet Berneburg, der sich auch in einem Honda-Oldtimerclub engagiert und regelmäßig an Ausstellungen teilnimmt. „Fürs schnellere Fahren und die Geschwindigkeit habe ich noch eine Ducati, aber Entschleunigung liegt ja voll im Trend“, so der Ziegenhainer.

Peter Berneburg steht neben der silbernen und roten Honda.
Auf seiner historischen Honda nahm Peter Berneburg am Saisonabschluss teil. © Privat

Die Leimsfelder Motorradfreunde freuen sich, dass im Jahr des 30. Bestehens auch wieder jüngere Biker einsteigen. Die eigenen Kinder vieler Motorradfreunde seien gerade dabei, ihre Führerscheine zu machen. „Die Führerscheine werden immer teurer. Da ist das keine Selbstverständlichkeit mehr“, weiß auch Fabian Rommeis. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

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