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Sonntag ist Bürgermeisterwahl – Coronazahlen bereiten Sorge

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Wählen in Coronazeiten: Aktenordnerrücken, gesehen im Regal der Ordnungsamtsleiterin. �
Wählen in Coronazeiten: Aktenordnerrücken, gesehen im Regal der Ordnungsamtsleiterin. � © Anne Quehl

Über 14  500 Schwalmstädter sind zur Wahl aufgerufen: Am Sonntag bestimmen sie, wer ab Herbst Bürgermeister der Stadt sein wird, Amtsinhaber Stefan Pinhard, Tobias Kreuter oder Stefan Prinz, alle drei unabhängige Bewerber.

Schwalmstadt. Wahlleiterin Doris Heinmüller berichtet von starker Briefwahlnachfrage: Bis Donnerstagmorgen hatten mehr als 2400 Schwalmstädter Briefwahl beantragt. Das ist weitaus mehr als 2016, als insgesamt 1387 Frauen und Männer Briefwahl nutzen wollten.

Kopfzerbrechen bereitet ihr das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen, es hätten sich Wahlhelfer abgemeldet. Mit Tobias Kreuter ist auch ein Kandidat betroffen. Wie er mitteilte, musste er nach einem Positivtest seinen Wahlkampf vorzeitig beenden. Noch hoffe er, sich am Sonntag freitesten zu können. Im Rathaus Ziegenhain werden am Sonntagabend die einlaufenden Ergebnisse aus den Wahllokalen wie gewohnt auf Leinwand zu verfolgen sein. Sie könne zwar auch hier keine Maskenpflicht aussprechen, so Doris Heinmüller im Gespräch mit der HNA, doch sei der Schutz sehr angeraten. In die Wahllokale werden Hygienepakete gebracht.

Wer jetzt noch Briefwahl beantragen will, muss den Ausnahmefall begründen. Zum Nachweis aufgrund einer Coronainfektion ist eine Bescheinigung einer Bürgertesteinrichtung erforderlich. Das Rathaus in Ziegenhain hatte Samstag von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet, am Sonntag ist es von 7.30 Uhr bis 15 Uhr besetzt. Die Wahlleiterin hofft, dass es nicht notwendig wird, dass Wahlvorstände spontan Helfer neu verpflichten müssen, aber „die Liste ist erschöpft“.

Treiber der Infektionszahlen sind Feste und Kirmessen, so auch Hausarzt Udo Wiedmann via Facebook: Die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken sei mittlerweile „in geschlossenen Räumen und bei größeren Menschenansammlungen sehr, sehr hoch“. Zeltkirmessen seien ein Hotspot, Bierzelte sollten, wenn überhaupt, an den Seiten geöffnet bleiben. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt im Kreis offiziell 581.

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