Firma aus Schwalmstadt hat Sitz in China

Coronavirus: Konvekta mahnt Mitarbeiter zur Vorsicht

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Der Coronavirus lässt auch deutsche Firmen vorsichtig sein. Im Osten Chinas: Das Konvekta-Werk in Taicang. 

Der Coronavirus lässt auch deutsche Firmen vorsichtig sein. Mitarbeiter des Schwalmstädter Klimaanlagen-Produzent Konvekta in China müssen sich schützen.

  • Coronavirus in China: Auch deutsche Firmen betroffen
  • Schwalmstädter Klimaanlagen-Produzent Konvekta mahnt zur Vorsicht
  • 500 Mitarbeiter arbeiten in China

Der Schwalmstädter Klimaanlagen-Produzent Konvekta mit insgesamt 500 Mitarbeitern hat auch einen Standort in China. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fragten wir nach der Situation vor Ort. Marketingleiterin Claudia Mittelstaedt teilte schriftlich mit, dass im Konvekta-Werk in Taicang 42 Menschen in sechs Abteilungen beschäftigt seien.

Wie viele von ihnen genau Deutsche sind, beantwortete das Unternehmen nicht. Von Wuhan, der chinesischen Millionen-Stadt, in der das Coronavirus am heftigsten grassiert, liegt dieser Konvekta-Standort rund 800 Kilometer entfernt im Osten des Landes nahe Shanghai, nicht weit von der Küste. Trotzdem hätten die Verantwortlichen Sicherheitsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter ergriffen.

Coronavirus: Viele Mitarbeiter noch in verlängerten Neujahrsferien

Aktuell befänden sich viele noch in den verlängerten Neujahrsferien bis inklusive Sonntag. Infiziert mit dem Coronavirus sei zum aktuellen Zeitpunkt keiner der Konvekta-Mitarbeiter, so die Marketingleiterin: „Alle Mitarbeiter übermitteln ihren Gesundheitszustand täglich.“

Zusätzlich werde die Körpertemperatur der Mitarbeiter vor Betreten des Unternehmens geprüft. Mitarbeiter mit erhöhter Temperatur würden abgewiesen bzw. nach Hause oder ins Krankenhaus geschickt, der Vorfall gemeldet.

Coronavirus: Bereitstellung von Mundschutz und Desinfektionsmitteln

Das Unternehmen stellt Mundschutz und Desinfektionsmittel zur Verfügung, um vor dem Coronavirus zu schützen. Kollegen sollen mindestens einen Meter Abstand voneinander halten und den Mundschutz jederzeit tragen, heißt es weiter.

Wie kann man sich vor dem Coronavirus schützen?

Coronavirus: Reinigungsmaßnahmen in Werk deutlich verstärkt

Wegen des Coronavirus seien die Reinigungsmaßnahmen deutlich verstärkt worden, frequentierte Räume würden mindestens zweimal täglich desinfiziert, Meetings auf ein Minimum reduziert. Kunden- bzw. Lieferantenbesuche würden derzeit auf spätere Zeitpunkte verschoben.

Jeder Mitarbeiter sei angehalten, Menschenmengen in jeder Form zu meiden. Man beobachte die Situation sehr genau und stehe mit Behörden und anderen ausländischen Unternehmen im engen Austausch.

Grundsätzlich sei es möglich, dass deutsche Mitarbeiter wegen der Infektionsgefahr durch das Virus zurückreisen, doch könnten Reiserestriktionen dies eventuell erschweren. Viele Airlines hätten den Flugbetrieb eingestellt, auch bestehe die Gefahr, dass bestimmte Länder die Einreise verweigerten.

Hier findet man aktuelle und allgemeine Informationen zum Ausbruch des Coronavirus.

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