Horchem hat die Bauprojekte der Diakonie beeinflusst

Der Baumeister Hephatas geht: Klaus Dieter Horchem verabschiedet sich in Ruhestand

Hephata-Vorstand Klaus Dieter Horchem (Mitte) verabschiedet sich in den Ruhestand. Links Aufsichtsratsvorsitzender Eberhard Lindig und rechts Dr. Harald Clausen, Vorstand der Diakonie Hessen.
+
Hephata-Vorstand Klaus Dieter Horchem (Mitte) verabschiedet sich in den Ruhestand. Links Aufsichtsratsvorsitzender Eberhard Lindig und rechts Dr. Harald Clausen, Vorstand der Diakonie Hessen.

Klaus Dieter Horchem verabschiedet sich zum 31. März aus dem Hephata Vorstand. Nachfolger ist Dr. Michael Gerhard, der bereits zum 1. Januar als neuer kaufmännischer Direktor angefangen hat.

Das gab Hephata bekannt und blickt auf die vergangenen Jahre zurück, in denen Horchem wesentlich zum Wachstum des Sozialunternehmens beigetragen habe.

Am 1. März 2000 wurde Horchem neuer kaufmännischer Direktor der Hephata Diakonie. Das Unternehmen hatte damals rund 1800 Mitarbeiter und wies eine Bilanzsumme von knapp 237 Millionen D-Mark aus. „Nun geht der Diplom-Volkswirt in den Ruhestand und Hephata beschäftigt rund 3200 Mitarbeitende, die Bilanzsumme liegt bei knapp 200 Millionen Euro. Ein großer Fortschritt“, so die Diakonie.

Das komme nicht von ungefähr – Horchem sei mit der Diakonie bereits seit seiner späten Jugend verbunden. Als Jugendlicher engagierte er sich ehrenamtlich in einer evangelischen Kirchengemeinde in Köln – mit einer Gemeindeschwester habe er bei alten Menschen Fenster geputzt. Seine soziale Ader beeinflusste dann auch die Wahl seiner Studienfächer, nämlich Soziologie und Volkswirtschaft. Horchems erste berufliche Station war das Diakonische Werk von Hessen-Nassau (heute: Diakonie Hessen). Dort war er als Referent neun Jahre lang für das Rechnungswesen und die wirtschaftliche Beratung der Mitgliedseinrichtungen zuständig. Im Alter von 39 Jahren stieg Horchem 1995 zum kaufmännischen Vorstand und Verwaltungsleiter des Vereins für Innere Mission in Hessen-Nassau in Wiesbaden auf. Sein ehrenamtliches Engagement vernachlässigte er während dieser Zeit aber nicht: Seither engagierte er sich unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender der Diako Thüringen. Für seine besonderen Verdienste um die Diakonie wurde er auch von Dr. Harald Clausen, Vorstand der Diakonie Hessen, mit dem Goldenen Kronenkreuz ausgezeichnet. „Ich habe Sie auf verschiedenen Ebenen kennengelernt als Garanten für pragmatische, kluge und unaufgeregte Entscheidungen“, sagte Clausen.

Unter der Leitung des heute 65-Jährigen habe die Diakonie so vieles gebaut, dass eines der immer wieder beauftragten Architekturbüros zwischenzeitlich eine Zweigstelle in der Treysaer Altstadt eröffnete, um von dort aus die Inklusions-Projekte zu begleiten. Die Investitions-Offensive Hephatas begann in den 2000er-Jahren mit Projekten wie dem Gesundheitszentrum, den Seniorenzentren in Treysa und in Edermünde-Besse und der Tagesklinik. Dass die Hephata Diakonie während Horchems Zeit stetig gewachsen ist, habe sich eher so ergeben, als dass es dafür einen großen Masterplan gab. „Ich habe nie gesagt, dass wir um des Wachsens willen wachsen müssen“, sagt Horchem selbst.

Neben den baulichen Investitionen habe er auch gleich zu Beginn seiner Vorstandstätigkeit die Strukturen und Geschäftsprozesse weiterentwickelt. Ein Beispiel dafür: die Einführung des Zentralbereichs Controlling. „Entscheidungen treffen, das habe ich immer gerne gemacht und das wird mir sicher fehlen“, sagt Horchem. Vermissen werde er auch die vielen sozialen Kontakte aus dem Berufsleben. Viel Zeit, über den Ruhestand nachzudenken, blieb ihm bislang nicht. Aber es gibt einen konkreten Plan: In Schwalmstadt packt er seine Sachen und zieht zu seiner Frau nach Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke). Bislang verbrachte er dort die Wochenenden. „Der Umzug wird den Trennungsprozess von Hephata erleichtern“, ist er überzeugt. lhn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.