Die Produktpalette wächst

Unverpacktladen „GrieWerk“ wird gut angenommen

Stefanie Berger im Laden in der Treysaer Wagnergasse.
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War von Anfang an von der Idee überzeugt: Die Vereinsvorsitzende Stefanie Berger im Laden in der Treysaer Wagnergasse.

Unverpacktläden erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, so auch in Treysa.

Treysa. Shampoo als Pulver in der Pfanddose, Zahnpasta aus dem Glas, Lippenstift im Papiermantel, Müsli, Mehl und Nüsse aus der Box zum Abfüllen – im Unverpacktladen „GrieWerk“ erweitert sich die Produktpalette seit einem Jahr stetig. „Wir haben inzwischen mehrere hundert Produkte. Vor einem Jahr haben wir mit 50 Produkten angefangen. Inzwischen mussten wir die Ladenfläche gar vergrößern“, so die Erfolgsbilanz der beiden Vorsitzenden Stefanie Berger und Sandra Ebener-Riebeling.

„Haferflocken sind der Renner“, sagt Stefanie Berger, die sich mit ihren Vorstandskollegen immer wieder auf Produktsuche begibt, um das Sortiment zu erweitern. „Wir versuchen, die Wünsche unserer Mitglieder zu erfüllen. Bei Algen mussten wir passen, doch sonst finden wir meist gute nachhaltige Produkte“, sagt Sandra Ebener-Riebeling, die beispielsweise vom neuen Hamburger Shampoopulver sehr überzeugt ist. „Da braucht es gar keine Haarspülung mehr“, sagt sie.

Was mit Getreiden und Hülsenfrüchten begonnen hat, hat sich im Laufe des Jahres zu einem umfangreichen Produktsortiment entwickelt. Milchprodukte finden sich im Kühlschrank, Aufstriche, Marmeladen stehen für den Frühstückseinkauf parat, Müsliriegel, Gebäck, Wein, Säfte, Nüsse, Apfelringe gibt es als Leckereien zwischendurch. Wenn es mal schnell gehen muss und keine Zeit zum Kochen bleibt, finden sich auch Bio-Fünfminutenterrinen in den Regalen. Reinigungsmittel wie Glas- oder Allesreiniger und Waschmittel lassen sich aus großen Gebinden, die wiederbefüllt werden, abfüllen und gekaufte Körner können vor Ort im Laden auch gleich gemahlen oder gequetscht werden. „Die meisten bringen ihre eigenen Gefäße mit. Vieles gibt es aber auch im Pfandglas“, erklärt Ebener-Riebeling.

So zum Beispiel die Gudensberger Nudeln, die sich im 5-Euro-Pfandglas dekorativ in der heimischen Küche platzieren lassen. „Um ins Sortiment aufgenommen zu werden, müssen die Produkte entweder biologisch, unverpackt oder regional sein“, erklärt Berger die Kriterien. Zahlreiche Produkte gebe es im „GrieWerk“ gar günstiger als im üblichen Lebensmittelhandel, weil der Verein nur 10 bis 15 Prozent auf den Einkaufspreis aufschlägt. Der Aufschlag sei nötig, um beispielsweise Verschüttetes auszugleichen.

Die Nebenkosten für den Laden würden über die Mitgliedsbeiträge gedeckt und zudem hielten die Mitglieder selbst mit ihrem Zutun die Kosten im Rahmen. „Es gibt eine Putz-AG, andere zimmern nötige Regale“, nennt Berger als Beispiel. Im „Grie Werk“ lassen sich auch Raritäten wie Deutscher Buchweizen oder Vogelsberger Reis finden. Eine kleine Ecke ist als Tauschbörse eingerichtet worden und so lädt ein Ladenbesuch auch immer zum Stöbern ein. „Die Abrechnung funktioniert auf Vertrauensbasis und da wir alle für die Idee brennen und gleichgesinnt unterwegs sind, geht unser Konzept auch auf“, sind sowohl Ebener-Riebeling als auch Berger überzeugt. Einen ersten Eindruck können Interessierte über die neue Homepage gewinnen und gerne erklären die Verantwortlichen das Einkaufskonzept auch bei einer persönlichen Ladenführung. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

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