Dorfjubiläum erst im nächsten Jahr 

Rommershäuser Verein verschiebt seinen 777. Geburtstag auf nächstes Jahr

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Fest im kommenden Jahr: von links Isabell Hübscher und Jürgen Sapara vom Organisationsteam freuen sich auf das Jubiläum nach Corona-Zeiten.

Banner und Flyer waren fertig gedruckt, Konzept und Programm standen – und dann kam Corona und durchkreuzte die Pläne des neu gegründeten Dorfvereins Rommershausen. 777 Jahre alt wird der Schwalmstädter Ortsteil in diesem Jahr. Das sollte groß gefeiert werden.

Jetzt haben die Organisatoren das Fest um fast genau ein Jahr verschoben – auf den 19. und 20. Juni 2021.

Die Schnapszahl in diesem Jahr sollte unbedingt gefeiert werden

„Wir wollten die Schnapszahl feiern, weil wir den 775. Geburtstag schlicht vergessen haben“, berichtet Daniel Schuboth, zuständig für Marketing und Werbung. Der Mediengestalter hat unter anderem das Logo entworfen. Auch das Programm stand bereits, Bands waren angefragt, knapp 70 Aussteller sollten den Markttag beschicken. „Zum Glück waren alle sehr verständnisvoll, Honorarforderungen gab es glücklicherweise keine, sodass sich für den Verein kein wirtschaftlicher Schaden ergibt“, sagt Schuboth. Ein Soforthilfeprogramm des Landes für Vereine müsse man nicht in Anspruch nehmen. Auch Isabell Hübscher, die den Markttag organisiert, findet die Absage schade, aber nachvollziehbar. „Bis zum Tortenverkauf war schon wirklich alles geplant.

Positiv in die Zukunft blickend: Durch eine Verschiebung entstehen neue Ideen

Aber in dem Jahr ergeben sich vielleicht ja auch noch neue Ideen“, versucht die Rommershäuserin dem Aufschub etwas abzugewinnen. 70 Aussteller hat sie angeschrieben, die meisten hätten spontan auch für das kommende Jahr wieder zugesagt. Rund um die Kirche, im Alten Dorf, soll sich der Marktflecken für die Besucher präsentieren.

Angeboten werden sollen handwerklich Produkte und vor allem viel Selbstgezogenes und Selbstgemachtes – von Pflanzen bis hin zu Likören und Marmeladen.

Rundgänge zum Geburtstag 

Auch zur Ortshistorie soll es Wissenswertes geben: „Es sind Rundgänge rund um Kirche und natürlich Schloss geplant“, erklärt Hübscher, die in den vergangenen Wochen vor allem mit dem Töpfern spezieller „Schnapsnäppchen“ beschäftigt war. 300 tönerne Becher sind entstanden, alle mit dem Jubiläumslogo versehen.

Das Vorbereitungsteam umfasst um die 20 Menschen, Vorsitzender des neuen Dorfvereins ist Jürgen Sapara. Erst im Herbst verganenen Jahres waren die Rommershäuser in die Planungen eingestiegen: „Wir haben uns spät entschieden, zu feiern, aber letztlich hat sich sehr schnell ein tolles Engagement im Ort entwickelt“, erklärt er. Jetzt hoffe er, dass der Zusammenhalt und die Begeisterung fürs Jubiläum anhielten.

Was das angeht, ist Sapara aber guter Dinge: „Kurz vor dem Lockdown gab es noch einen Infoabend fürs Dorf – der war sehr gut besucht und viele weitere Helfer haben ihre Bereitschaft gezeigt, Dienste zu übernehmen.“

Im Herbst vielleicht ein kleines Ersatzfest? 

Um die Motivation aufrecht zu erhalten, soll es aber bald – „soweit es vielleicht im Herbst unter Abstandsregeln wieder möglich ist“ – ein kleines Fest für das Dorf oder eine Wanderung geben, erklärt der Vorsitzende. Auch die zur 750-Jahrfeier entstandene Chronik wird aktuell überarbeitet und Jürgen Sapara ist sicher: „Bestimmt fallen uns bis nächstes Jahr noch weitere Ideen fürs Fest ein.“

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