Ermittlungen laufen noch

Drei Verdächtige seit August in U-Haft

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Flammenmeer in Riebelsdorf: Nach dem Brand der Hütte im April 2019 stand schnell fest, dass als Ursache nur Brandstiftung in Frage kommt. Der Fall scheint zu einer langen Serie zu gehören.

Im vergangenen Jahr trieben Brandstifter im Schwalm-Eder-Kreis und im Landkreis Marburg-Biedenkopf monatelang ihr Unwesen:

Gartenlauben, Vereinsheime und Hütten wurden ein Raub der Flammen.

Nach wie vor sitzen drei von fünf Verdächtigen in Untersuchungshaft beziehungsweise in Entzugseinrichtungen, teilte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Marburg auf Anfrage der HNA mit. Bei einer Beschuldigten seien Haftschonungsgründe zum Tragen gekommen, so der Sprecher weiter. Sie befindet sich demnach nicht mehr in U-Haft.

Brandstiftung: Bande bereits im August festgenommen

Die Polizei hatte die Bande – die auch für Eingriffe in den Bahnverkehr zwischen Neustadt und Wabern verantwortlich sein soll – im August festgenommen. Dabei arbeiteten Landespolizei, Bundespolizei und Staatsanwaltschaft eng zusammen (wir berichteten). Den zwischen 20 und 50 Jahre alten Tatverdächtigen wurden bei der Festnahme 24 Brandstiftungen und zehn gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr vorgeworfen. Die mutmaßlichen Brandstifter kommen aus dem Vogelsbergkreis und dem Schwalm-Eder-Kreis. Es handelt sich um drei Männer und zwei Frauen. Die umfangreichen Ermittlungen in der Sache seien noch nicht abgeschlossen, so der Pressesprecher: „Unter anderem stehen noch Sachverständigengutachten aus.“

Gerichtsverhandlung nur noch eine Frage der Zeit

Eine Gerichtsverhandlung sei aber nur noch eine Frage der Zeit, zeigte sich der Sprecher zuversichtlich.

Rückblick: 

Rund um Schwalmstadt brannten 2019 immer wieder Hütten und Unterstände. Teilweise standen auch abgelegene Vereinsheime oder Wohnwagen in Flammen.

Der Schaden geht in die Hunderttausende – allein in Riebelsdorf bezifferte die Polizei den Brandschaden auf 75 000 und in Wabern-Harle auf 70 000 Euro. Die Brände waren auch für die Feuerwehren eine enorme Belastung. Besonders oft mussten die Schwalmstädter Wehren ausrücken.

Täter schlugen nachts zu

In der Regel schlugen die Täter nachts zu, am Ende der Serie brannte es aber auch tagsüber – die Brandstifter hatten offenbar alle Hemmungen verloren.

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