Hitzewelle

Gut lüften, viel trinken: Blutspenden ist auch bei Hitze kein Problem

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Geht mit gutem Beispiel voran: DRK-Bereitschaftsleiterin Annika Horn beim Termin in der Kulturhalle Ziegenhain. Die eigentliche Spende dauert nicht länger als zehn Minuten.

Ottrau/Schwalmstadt. Auch bei hohen Temperaturen ist es unbedenklich, Blut zu spenden. Trotzdem ist eine sorgsame Vorbereitung vor Ort wichtig.

Blutspenden im Sommer – das ist auch bei großer Hitze gefahrlos möglich, zur gefürchteten Delle durch Ferien und Hitzestress muss es nicht kommen, sagt die DRK-Bereitschaftsleiterin Annika Horn (Schwalmstadt). 

Zum jüngsten Termin am 10. Juli in Ziegenhain kamen mit 155 Frauen und Männern sogar über 20 mehr, als der Blutspendedienst für diesen Tag erwartet hatte.

Gesundheitliche Probleme gab es trotz der auch da schon herrschenden Wetterlage nicht, so die 26-jährige Bereitschaftsleiterin, die sich besonders über 15 Erstspender freute, „das ist supergut“. Die erfahreneren Spender wissen ohnehin, dass sie reichlich trinken sollten. „Wir haben auch eine Teestation, Wasser und Cola steht auf den Tischen.“

Gründliche Vorbereitung ist wichtig

Immerhin, an heißen Tagen bedarf es besonders gründlicher Vorbereitung, weiß Gerhard Wettlaufer. Der 76-Jährige Ottrauer ist seit 1969 bei den Blutspenden in der Gemeinde dabei, bei schon über 160 Terminen. 

Bei großer Hitze müsse die eigentlich sehr funktionelle Mehrzweckhalle Ottrau besonders gelüftet und die Vorhänge vorsorglich geschlossen werden, denn eine Klimaanlage gibt es nicht. Dass ein Spender Kreislaufprobleme bekommt, könne letztlich immer vorkommen, doch seien ja Ärzte vor Ort. 

Etliche Jahre sei es her, dass tatsächlich einmal ein Notarzt gerufen werden musste, erinnert sich der Ottrauer Blutspendebeauftragte. Grundsätzlich bestehe keinerlei Grund für die Spender, sich Sorgen um die eigene Gesundheit zu machen, und Kreislaufprobleme träten selten auf.

Nächster Blutspendetermin in der Schwalm: Ottrau, 9. August, Mehrzweckhalle, 17 bis 21 Uhr

 

Blutdruck und Puls werden bei jedem Termin ärztlich untersucht. Zwischen fünf und zehn Minuten dauert es, bis die Spende von bis zu einem halben Liter Blut in den Beutel geflossen ist. Zuvor sollen Alkohol und Nikotin gemieden werden, anschließend erhalten die Spender einen Imbiss und sollten wiederum viel trinken. 

Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird, informiert das Rote Kreuz. Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit werden laut DRK durch die Blutspende nicht beeinträchtigt. 

Manche Blutspender berichten sogar vom Gegenteil. Blutspenden sei nicht nur wichtig für den potenziellen Empfänger, es beeinflusse die eigene Gesundheit nachweislich positiv. Eine finnische Studie belege, dass Spender einen geringeres Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko haben.

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