Kaum jemand unterwegs 

Lächeln unter der Maske - Noch keine Spur von Kaufrausch in der Schwalm 

Wenige Kunden: An einem frühen Nachmittag dieser Woche zeigt sich trotz Sonnenscheins und milder Temperaturen die Treysaer Bahnhofstraße fast leergefegt. Die Geschäfte haben zwar wieder geöffnet, doch die Menschen sind noch nicht im Einkaufsfieber.
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Wenige Kunden: An einem frühen Nachmittag dieser Woche zeigt sich trotz Sonnenscheins und milder Temperaturen die Treysaer Bahnhofstraße fast leergefegt. Die Geschäfte haben zwar wieder geöffnet, doch die Menschen sind noch nicht im Einkaufsfieber.

In den Einkaufsstraßen der Schwalm sieht es nach wie vor verlassen aus. Keine Spur von Kaufrausch. Bei den einzelnen Passanten blickt man in verhaltene Gesichter.

Auffällig ist, dass sich keine Wege kreuzen. Jeder geht dem anderen bewusst aus dem Weg. Ganz nach der Devise: Bloß niemandem zu nah kommen.

In der Kurhessenstraße in Neukirchen schauen sich zwei Frauen vor einem Modegeschäft Sommerkleider von der Stange an. Beide tragen Mundschutz und halten den nötigen Abstand zueinander ein.

Vor vielen Geschäften sind Spender mit Desinfektionsmitteln sowie Hinweisschilder aufgebaut. Diese sehen überall ähnlich aus. Auf dem einen bedanken sich die Mitarbeiter bei ihren Kunden mit einem Herz. Auf einem anderen sind die Hygieneregeln mit großen Bildern aufgezeichnet.

Kauf von E-Bike in der Sonne 

Vor einem Sportgeschäft in der Kurhessenstraße stellt ein Mitarbeiter einem Ehepaar ein E-Bike vor. Der Verkäufer und das Paar stehen im Abstand zueinander, sie tragen alle drei eine Maske. Die Sonne scheint und lässt somit das schwarze E-Bike noch mehr blitzen und blinken. Während der Mitarbeiter das System des E-Bikes ausführlich erklärt, kann man das zufriedene Lächeln der Frau an ihren Augen erkennen.

In der Ziegenhainer Innenstadt haben sich ein paar wenige Menschen vor einem Blumenladen versammelt. Alle stehen im notwendigen Abstand zueinander. Jeder trägt auch hier eine Maske. Der Frühling ist da. Einige Kunden berichten, dass sie in ihrer Mittagspause zwischen Homeoffice und Homeschooling frische Blumen kaufen wollen. Alle warten geduldig auf ihren Einlass ins Blumenparadies.

Eis geht immer 

Eine sehr lange Warteschlange bildet sich beim Eiskauf auf dem Alleeplatz in Ziegenhain. Erst wird eine Kugel Eis geholt, dann verteilen sich die meisten Gäste in Zweiergruppen auf dem Alleeplatz. Dort genießen sie das Eis in der Sonne.

Gerade die Kinder schlecken zunächst genüsslich ihr Eis. Danach werden sie von ihren Müttern beobachtet, wie sie wild herum toben und sorgenfrei die Sonnenstrahlen genießen.

Personenzahl anhand von Wäscheklammern ablesen können

Und wie sieht es in einem großen Modefachgeschäft in der Bahnhofstraße in Treysa aus? Sehr verhalten. Am Eingang stehen Schalen mit Wäscheklammern bereit. Jeder Kunde wird gebeten, eine davon zu nehmen und sich anzuheften. So wird die Personenzahl im Laden kontrolliert. Einige Kunden beschweren sich über das Tragen der Maske. Das An- und Ausziehen in der Umkleidekabine sei damit so umständlich. Man müsse nun wegen der Auflagen noch ein Teil zusätzlich ausziehen. Nämlich die Maske. Da mache doch Einkaufen keinen Spaß, sagt eine Kundin.

Und die Mitarbeiter? Die machen einen erschöpften Eindruck, arbeiten ja stundenlang unter der Maske. Eine Beratung unter solchen Bedingungen scheint anstrengender als sonst zu sein.

Keine Kindergeburtstage in Corona-Zeiten

Auch im Spielwarenladen ist wenig los. Wie auch? Die Kindergeburtstage sind wegen Corona abgesagt. Somit fällt der Kauf von Geschenken weg. Es stapeln sich haufenweise Puzzles, Spielzeuge und Playmobilkartons in den Regalen.

Im Einkaufscenter in Treysa kontrollieren zwei Sicherheitsdienstleute, dass jeder Kunde eine Maske trägt. Falls nicht, machen sie den Kunden lautstark auf sein Fehlverhalten aufmerksam.

Ein kleines Lächeln unter der Maske 

In der einen Einkaufsstraße glänzen die Augen beim Kauf eines E-Bikes. In der anderen verlassen einige Kunden trotz aller Widrigkeiten das Modegeschäft mit einer Tüte. Im Blumenladen ist trotz Warteschlange etwas los. Dabei ist bei allen Kunden ein kleines Lächeln unter der Maske zu erkennen.

Im Großen und Ganzen reagieren die Menschen unterschiedlich auf die Lockerungen in den Einkaufsstraßen. Manche wirken etwas gelöster, weil sie mal wieder Kleidungsstücke im Geschäft und nicht nur online kaufen können. Andere hingegen stören sich an den strengen Hygieneregeln, die natürlich auch beim Shoppen eingehalten werden müssen.

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