Medienkampagne sollte Blick auf Schwalmstadt lenken

#EntdeckeSchwalmstadt - Videos, die kaum einer guckt

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Das Museum der Schwalm ist auf dem Titelbild des zweiten Videos der Kampagne „#entdeckeschwalmstadt“ zu sehen. Das Interesse in den sozialen Medien an dem Projekt des Stadtmarketings ist gering.  

Seit einigen Wochen steht das zweite Video der Kampagne „#entdeckeschwalmstadt“ im Internet, ein weiterer Film der Serie ist am Entstehen – ein passender Zeitpunkt, die Kampagne des Schwalmstädter Stadtmarketings unter die Lupe zu nehmen.

Das Doppelkreuz – der Hashtag (#) – vor „entdeckeschwalmstadt“ soll dafür sorgen, dass dieses Thema in den sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook aufgefunden wird. Das gelingt nur bedingt, die Reichweite von „entdeckeschwalmstadt“ ist begrenzt. Weniger als 400 Personen gefällt die Kampagne mit der weißem Schrift auf schwarzem Grund auf Facebook, etwas mehr als 200 verfolgen sie auf der bilderlastigen Plattform Instagram. Zum Vergleich: Die Privatinitiative „Schwälmer Steine“ erreichte auf Facebook innerhalb eines kürzen Zeitraums 7000 Mitglieder.

Reihe soll um weitere sieben Filme wachsen

Insgesamt neun Filme sollen laut Redaktionsplan im regelmäßigen Rhythmus ins Internet gestellt werden. Die Kampagne startete gegen Ende des Frühjahrs. Zum Auftakt wurde ein Film von anderthalb Minuten gezeigt, bei dem mehrere Personen von Kassel aus im schneebedeckten Schwalmstadt auf Entdeckungsreise gehen. Der zweite Film zeigt die Stadt aus dem Blickwinkel von Geschichte, Kunst und Kultur. In dem 60 Sekunden kurzen Videoclip sind das Museum der Schwalm, der Bildhauer Lutz Lesch, stellvertretend für den Themenbereich Kunst/Kunsthandwerk in Schwalmstadt, die Weberei Egelkraut mit den noch im Betrieb befindlichen historischen Webstühlen und die Gedenkstätte Trutzhain zu sehen. Der Film ist seit knapp drei Monaten im Videoportal Youtube zu sehen und wurde dort 400 Mal angesehen und nicht ein einziges Mal geteilt.

Bürgermeister Pinhard ratlos

Die Kosten für Filme und Fotomaterial liegen bei 25 000 Euro. Die Kosten für das weitere Werbematerial liegen bei etwa 3000 Euro, ein zugesagter Zuschuss seitens „GuT“ in Höhe von 300 Euro ist in der Bilanz laut Bürgermeister Stefan Pinhard noch nicht berücksichtigt. Kosten für die Gestaltung der Website, Bildgestaltung, die Erstellung von Grafiken seien keine entstanden.

Pinhard kann nicht erklären, warum die Strategie der Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing unter der Regie von Stadtmanager Achim Nehrenberg bis jetzt nicht aufgegangen ist. Man sei auf der Suche gewesen, Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Bürger und Stadt wechselseitig interaktiver zu gestalten, erklärte Pinhard auf eine schriftliche Anfrage.

„Insbesondere mit Blick auf unsere jüngeren Bürger bestand die Absicht unter Einbindung diverser Kommunikationskanäle wie beispielsweise Facebook, Instagram, Youtube und Blogs neue Wege zu probieren.“

Was Medienexperte Tobias Essinger zu der laufenden Kampagne sagt lesen Sie hier.

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