Reitsport auf der Lämmerweide

Erstes Reitturnier in der Schwalm - mit Einlasskontrollen und Plexiglasscheiben

Reiter Söhnke Salzmann sprang mit Lissy beim Turnier am Wochenende auf der Ziegenhainer Lämmerweide über ein Hindernis.
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Die Prüfungen waren schnell ausgebucht: Auch Reiter Söhnke Salzmann startete auf Lissy beim Turnier am Wochenende auf der Ziegenhainer Lämmerweide.

Für viele Reiter war es am Samstag das erste Reitturnier der Saison - das Springturnier des Kreisreitervereins der Schwalm in Ziegenhain. Unter Corona-Auflagen nahmen 200 Reiter an den Wettkämpfen teil.

Ziegenhain – „Eigentlich wären wir nun am Höhepunkt der Turniersaison, doch für viele Reiter ist es eines der ersten Turniere des Jahres“, erklärte Turnierwartin Ginia Gleue am Samstagnachmittag beim Springturnier des Kreisreitervereins der Schwalm in Ziegenhain.

Der Parcours-Chef habe auf die besonderen Umstände Rücksicht genommen und für das L-Springen am Nachmittag beispielsweise einen nicht allzu anspruchsvollen Parcours gewählt, dennoch aber purzelten so einige Hindernisstangen zu Boden.

„Die Turniererfahrung fehlt einfach“, so das Fazit von Gleue, die dennoch froh darüber war, mit ihren Vereinsmitstreitern überhaupt einen Weg für ein Turnier unter Corona-Bedingungen gefunden zu haben. „Unzählige Kleinigkeiten mussten bedacht und beachtet werden“, so Gleue.

Unter anderem wurden zusätzliche Helfer für die Einlasskontrolle und zahlreiche Plexiglasscheiben benötigt. Auf der gesamten Anlage wurde mit Hinweistafeln auf die Corona-Regeln hingewiesen und beim Platzbegang herrschte Mundschutzpflicht. „Selbst beim Senf zur Bratwurst gab es noch Auflagen. Es mussten Portionspäckchen sein“, so Gleue.

Platzbegang mit Mund-Nasen-Bedeckung: Den absolvierten auch Marie Busold und Tizian Heinrich.

Viele Reiter hatten während des Corona-Lockdowns nur eingeschränkte Reitmöglichkeiten, da Reitunterricht meist gar nicht mehr stattfinden durfte und die Tiere nur notbewegt werden durften. „Wir hatten Glück, dass uns die Eltern der Reitschüler mit ihren Beiträgen auch weiterhin unterstützt haben. Die Futter- und Anlagenkosten für die Schulpferde liefen ja weiter“, sagt Gleue.

Alle Vereinsmitglieder hätten dem Kreisreiterverein die Treue gehalten, auch wenn es kein Reitangebot hätte geben dürfen. Das Turnierwochenende sei erst kurzfristig ausgeschrieben worden, doch seien alle Prüfungen im Nu ausgebucht gewesen. Insgesamt wurde das Prüfungsangebot reduziert und der Verein teilte Spring- und Dressurprüfungen auf zwei Wochenenden auf. „Wir müssen die Besucherzahl auf der Anlage möglichst gering halten“, so Gleue.

Der Teilnehmerkreis sei in der Ausschreibung regional eingeschränkt worden und Reiter, die sich zuvor in einem Hot-Spot-Gebiet aufgehalten hätte, hätten nicht anreisen dürfen. Umso mehr genossen die Teilnehmer, die so selten gewordene Turnieratmosphäre und sahen auch über den ein oder anderen Strafpunkt gelassen hinweg.

Am L-Springen nahmen 90 Reiter teil, insgesamt verzeichnete das Wochenende 200 Teilnehmer mit 400 Nennungen. (Regina Ziegler-Dörhöfer)

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