Fund in der vergangenen Woche

Wallgraben: Bei Testarbeiten zur Kampfmittelräumung wurde Granate gefunden

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Testphase: Der Bagger mit der Spezialschaufel siebte diese Granate aus dem Wasser.

Ziegenhain. Bei den Testarbeiten zur Kampfmittelräumung am Wallgraben in Ziegenhain wurde in der vergangenen Woche Munition gefunden.

Der Fund wurde als problematisch eingestuft und erstmals die Alarmkette „Bergung durch Kampfmittelräumdienst“ ausgelöst. Das Justizministerium bestätigte jetzt entsprechende Informationen der HNA.

Demnach siebte der Bagger mit der Spezialschaufel eine Stielhandgranate aus dem Schlamm des Gewässers. Die Granate wurde im Greifer wieder unter Wasser gebracht und der Kampfmittelräumdienst angefordert. Die Arbeiten wurden unterbrochen. Laut Justizministerium mussten alle Arbeiter das Arbeitsfeld verlassen. Der Sicherheitsbereich wurde ausgeweitet und durch Personal gesichert. „Es mussten lediglich die Pferde auf der Koppel evakuiert werden“, beschwichtigt Pressesprecher René Brosius. Nach wenigen Stunden sei die Granate in eine spezielle Transportkiste gepackt und abtransportiert worden.

Gutachten belegen, dass der Wallgraben noch mehr Hochexplosives birgt: Granaten, Panzerminen, Panzerfäuste, Gewehre und Eierhandgranaten - Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, die vermutlich zu Kriegsende abrückende Soldaten dort entsorgten.

Derzeit wird in dem Festungsgewässer in einem Testbereich die Kampfmittelräumung mit dem Nassbaggerverfahren geübt. Vor Ort ist eine Spezialfirma unter anderem mit Tauchern. Laut Justizministerium könnten die Hauptarbeiten voraussichtlich Ende November beginnen.

Bereits seit Jahren war der Start der Kampfmittelräumung angekündigt worden. Immer wieder kam es zu Neuplanungen. Insbesondere das Gewässersediment, das in Verbindung mit Sauerstoff zu Sondermüll würde, bereitete den Experten Kopfzerbrechen.

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