Zur Ausrüstung gehören Sandsäcke und Pumpen

Extremwetter fordert Helfer

Extremwetter wie jüngst der Starkregen in Merzhausen haben auch Auswirkungen auf die Ausrüstung der Hilfskräfte.
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Extremwetter wie jüngst der Starkregen in Merzhausen haben auch Auswirkungen auf die Ausrüstung der Hilfskräfte.

Extreme Wetterereignisse – und dazu zählt auch Starkregen – werden Rettungskräfte in Zukunft immer massiver herausfordern. Die Hilfsorganisationen in der Region haben sich auf diese Entwicklungen eingestellt.

Schwalm – Deutlich wird das unter anderem an der Ausrüstung, die die Retter vorhalten, beziehungsweise planen zu beschaffen. Erstmals hat zum Beispiel die Feuerwehr Frielendorf in ihrem aktuellen Bedarfs- und Entwicklungsplan Extremwettereignisse betrachtet und entsprechende Schlussfolgerungen gezogen. Dabei gehe es nicht nur um besondere Technik wie einen Rollcontainer Hochwasser mit Tauchpumpen und Wassersauger, erklärte ein Sprecher auf Anfrage: „Das sind auch einfache Dinge. Wir haben für unsere Wehren zum Beispiel Wathosen beschafft und halten natürlich Sandsäcken vor.“

Die Brandschützer in Schrecksbach haben ihre Ausstattung ebenfalls um einen Rollcontainer Hochwasser ergänzt. Im Feuerwehr-Bedarfsplan der Stadt Schwalmstadt stehen 30 000 Euro für Hochwasserausrüstung, Beispiele von vielen.

Katastrophenschutz-Fahrzeuge im Kreis

Mittlerweile verfügen fast alle Feuerwehren im Altkreis über ein Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge, die vom Land Hessen für den Katastrophenschutz beschafft wurden und auch überörtlich zum Einsatz kommen können. Eine Sandsackfüllmaschine sowie einen Gerätewagen 1 Logistik „Hochwasser“ des Landes-Katastrophenschutzes sei bei der Feuerwehr Borken stationiert, teilte der Landkreis mit. Außerdem gibt es für den Ernstfall eine Sandsack-Kreisreserve mit 10 000 Stück davon.

Am Mittwoch kündigte der Hessische Innenminister die Entsendung von 600 Helfern nach NRW an. Ob Feuerwehrkräfte aus dem Altkreis zum Einsatz kommen werden, war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Thomas Dickel

Auch das THW in Schwalmstadt ist auf Hochwassereinsätze vorbereitet. Mit dem Mehrzweckkraftwagen habe man ein gelände- und watfähiges Fahrzeug, erklärt der Ortsbeauftragte Thomas Dickel. Um vermisste Menschen zu finden, gibt es beim Schwalmstädter THW Rettungshunde und technische Ortungsmittel. Eine Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen sei beim THW Melsungen stationiert, so Dickel. (Matthias Haass)

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