Stelle der Projektkoordinatorin läuft aus

Forum-Asyl Schwalmstadt steht vor Herausforderungen

Im Gespräch: Viele Ehrenamtliche bringen sich im Forum-Asyl Schwalmstadt ein, um Flüchtlingen das Ankommen in der Schwalm zu erleichtern. Foto: Hephata Diakonie

Schwalmstadt. Schwalmstadt ist eine bunte Stadt und profitiert davon – so lautete das Fazit von Diakon Björn Keding bei seinem Bericht zu aktuellen Lage des Forum-Asyl Schwalmstadt.

Dessen Mitglieder trafen sich kürzlich, um über eine Neuausrichtung zu beraten. Knapp 40 ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer der Flüchtlingsbegleitung waren dazu in den Hephata-Kirchsaal gekommen.

„Über 3000 Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern leben in Schwalmstadt, davon befinden sich 205 im Asylverfahren. Jeden Monat werden dem Schwalm-Eder-Kreis circa 20 bis 50 Flüchtlinge zugewiesen“, erklärte Keding, Geschäftsführer der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und Gründungsmitglied des Forums. Insgesamt stünden 246 Namen auf der Helferliste des Forums.

Zugleich merkte er an, dass die öffentliche Wahrnehmung für die Notwendigkeit von Flüchtlingsarbeit gesunken sei. Als umso wichtiger bezeichnete Keding es dann für die künftige Arbeit, Menschen gut zu begleiten und weniger, zusätzliche neue Angebote zu erschließen. Zumal das Forum künftig auf eine hauptamtliche Projektkoordination verzichten muss. „Projektkoordinatorin Clara Förster hat dem Forum eine stabile Struktur gegeben. Wir bedauern den Verlust der Projektstelle sehr.“ Die Sozialmanagerin ist seit Juli 2015 als Projektkoordinatorin Asyl für Hephata tätig. Die Stelle wird von der Aktion Mensch gefördert, sie läuft zum 30. Juni aus.

Um an einer gemeinsamen Neuausrichtung des Forums zu arbeiten, teilten sich die 30 Teilnehmer in vier Kleingruppen auf: Sprache, Begegnungstreffen, Patenschaften und Vermischtes. In den Arbeitsgruppen wurden Erfahrungen und künftige Aufgaben besprochen. Die Teilnehmer der AG Sprache hielten es für wichtig, dass ehrenamtliche Sprachkurse parallel zu den staatlich organisierten Kursen stattfänden. In der AG Begegnungstreffen wurden Wünsche nach gemeinsamen Ferienbetreuungen für ausländische und deutsche Kinder sowie gemeinsame Freizeitangebote wie Sport und Wandern geäußert.

In der AG Patenschaften diskutierten die Helfer darüber, wie die derzeit 30 bestehenden Patenschaften für Flüchtlinge in Schwalmstadt weiter gut gestaltet werden können. In der AG Vermischtes entstand die Idee einer Fortbildungsreihe Alltagskompetenzen für geflüchtete Menschen zu Themen wie Mülltrennung und Bedienung von Elektrogeräten.

Auch hauptamtliche Flüchtlingsbegleiter stellten Angebote vor. Daniel Helwig, Ehrenamtskoordinator des Kirchenkreises, präsentierte den neuen Werkraum in der Treysaer Steingasse. Dieser ist, wie auch der Secondhandladen Allerhand in Ziegenhain, ein Angebot des Evangelischen Kirchenkreises für alle Menschen der Region. Keding ist optimistisch, dass die Neuausrichtung des Forums gelingt: „Wir freuen uns auf jeden Fall über alle Menschen, die uns unterstützen wollen.“

Kontakt: Diakonische Gemeinschaft Hephata, Björn Keding, Tel.: 06691 18-1402 und E-Mail: bjoern.keding@hephata.de

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