"Es ist der Horror"

Fotografin aus der Schwalm lebt in Paris und ist tief erschüttert

Schwalmstadt. Viele Menschen mit Kontakten nach Paris sind in Sorge und versuchen Neuigkeiten zu erhalten. Jetzt erreichte ein Redaktionsmitglied eine gebürtigen Schwälmerin.

Tief erschüttert ist die aus Treysa stammende Dagmar Sippel, die seit 30 Jahren in Paris lebt. Ihr Mann Didier ist im Pariser Krankenhaus-Management tätig und musste als Notdienst im Spital „Salpêtrière“ Opfer identifizieren sowie mit Eltern und Freunden von Opfern und noch Vermissten sprechen.

Wie Dagmar Sippel (54) weiter berichtet, ist es eine Aufgabe ihres Mannes festzustellen, wo Überlebende sind, also in den Krankenhäusern der Stadt zu recherchieren und den Verbleib von Vermissten zu klären. „Das ist ein Horror“, so Dagmar Sippel, „mein Mann hatte auf seinem Schreibtisch die Fotos von den Opfern“. Die Betroffenheit sei auch darüber so groß, dass es so viele ganz junge Menschen sind, die umkamen. Dagmar Sippel: „Die meisten, die erschossen wurden, sind zwischen 20 und 30 Jahre alt."

Über die Anteilnahme von überall her seien auch ihr Mann und sie gerührt. Sie seien am Freitagabend ebenfalls in der Stadt unterwegs gewsen, aber nicht in den betroffenen Stadtvierteln. Die Konzerthalle „Bataclan“, wo die meisten Opfer zu beklagen sind, sei aber einer ihrer Lieblings-Konzertsäle, erst vor drei Wochen erlebten sie dort den Auftritt von Maceo Parker. Auch ist dem Ehepaar dieser Bezirk bestens bekannt, weil es über 14 Jahre dort wohnte, „die Straßencafés in der Rue de Charonne kennen wir alle, da haben wir selber oft gesessen“.

Hier geht es zu unserem Live-Ticker rund um die Ereignisse in Paris.

Rubriklistenbild: © AFP

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