Freibad Ziegenhain offenbar doch nicht so marode

Badtechnik ist auf gutem Stand: Schwimmmeister Frank Schulz. Archivfoto: Schwehm

Schwalmstadt. In gut drei Monaten wird das Freibad in Ziegenhain genau so öffnen, wie es im Herbst geschlossen wurde - ohne Babybecken.

Das ergab die Präsentation von Sanierungskonzepten, die die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs GmbH (KVV) im Auftrag der Stadt Schwalmstadt erstellt hat.

Doch dass die Zeit bis zum Saisonbeginn für eine Wiederherstellung des voriges Jahr stillgelegten Babybeckens inzwischen zu knapp ist, ist nur eine Erkenntnis aus der Präsentation vor den Parlamentsausschüssen in Ziegenhain.

Es gibt zwei Varianten, die entweder rund zwei Mio. oder rund drei Mio. Euro kosten würden und in bis zu drei Bauabschnitten realisiert werden könnten. Deutlich mehr würde ein Neubau eines letztlich kleineren neuen Freibades in Treysa kosten. Auch das war diskutiert worden, ist somit jedoch praktisch vom Tisch.

Nicht beantwortet werden konnten allerdings die Fragen mehrerer Ausschussmitglieder nach dem akuten Handlungsbedarf im Ziegenhainer Bad, insbesondere am Leitungssystem des Nichtschwimmerbeckens. Wegen des erheblichen Wasserlustes dort wurde das Konzept voriges Jahr überhaupt in Auftrag gegeben, 3000 Kubikmeter Wasser mehr als normal waren in der Saison 2015 verbraucht worden.

Doch woran genau das lag, weiß noch immer niemand. „Wir können nicht in die Leitungen schauen“, sagte einer der beiden KVV-Vertreter schließlich etwas lapidar. Bauamtsleiter Alexander Inden merkte an, dass Lecks nicht auszuschließen seien, sehr massiv seien sie aber wohl nicht. Genauer sei dies noch nicht zu ermitteln, weil weder Kamerabefahrungen noch Tests mit Druckluft erfolgreich verlaufen waren.

Da es nun allerdings keinen Zeit- oder Handlungsdruck mehr gibt, wird die Diskussion über konkrete Vorhaben am Donnerstagabend im Stadtparlament vermutlich verhalten ausfallen. Allein auf eine Sanierung des Planschbeckens wird man sich wohl gegenwärtig festlegen, zumal die KVV den Zustand der Badtechnik und die Größe der Wasserflächen lobte. Selbst der gesamte bauliche Zustand sei noch gut.

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