Exklinik im Dornröschenschlaf

Freie Wähler fordern systematische Investorensuche für ehemalige Nachsorgeklinik

Die ehemalige Nachsorgeklinik im Ziegenhainer Schützenwald verfällt
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Verfällt: Die ehemalige Nachsorgeklinik im Ziegenhainer Schützenwald sollte nach den Vorstellungen der Freie Wähler Schwalmstadt professionell vermarktet und umgenutzt werden.

Die Freien Wähler haben einige Ideen, was aus der ehemaligen Nachsorgeklinik im Schützenwald werden könnte. Gerade verfällt sie nur.

Schwalmstadt - Was wird aus der verfallenden Nachsorgeklinik im Schützenwald? Per Antrag im Stadtparlament macht die Fraktion Freie Wähler (FW) Schwalmstadt Druck in dieser Frage. Im Vorfeld der Sitzung in der Festhalle Treysa am Donnerstagabend wurde vereinbart, dass die Stadt Schwalmstadt mit dem Eigentümer Asklepios nunmehr Gespräche über die mögliche Zukunft der traumhaft gelegenen doch sehr gut erreichbaren Immobilie führt. Danach, so Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Otto, werde sich das Parlament damit beschäftigen.

Die FW dringt in ihrem Antrag auf die Beschaffung von Informationsgrundlagen und die Bildung eines „Investoren-Such-Teams“, damit das Objekt zum Beispiel zu einem Hotel, einer Klinik, einem Bildungszentrum oder einer Jugendherberge ausgebaut wird.

Darüber hinaus kritisieren die Freie Wähler, dass Bürgermeister Stefan Pinhard bereits vor mehr als zwei Jahren angab, das Thema stehe „auf der Agenda“. Es habe sich jedoch überhaupt nichts getan, „die Immobilie verfällt und die idyllische Lage im Schützenwald wird nicht mehr von unseren Bürgern und Besuchern wahrgenommen. Die Umsetzung von solchen Projekten ist heutzutage nur möglich, wenn man zuverlässige Investoren an seiner Seite hat“.

Für eine Win-Win-Situation für Kommune und Investor sei ein Konzept im Rahmen einer Machbarkeitsprüfung nötig. Es sei keine einfache Aufgabe, doch in Zusammenarbeit mit dem Rotkäppchenland und dem Regionalmanagement Nordhessen (Grimm Heimat) könnten touristische Ziele und Pläne ausgearbeitet werden, um Investoren zu bekommen. Zuletzt hatte der Asklepios-Betriebsrat Klaus Bölling den Blick auf die frühere Nachsorgeeinrichtung gerichtet, die das Unternehmen selbst offenkundig nicht nutzen will.

Der Klinikkonzern hatte die Schwalm-Eder-Kliniken komplett zum Symbolpreis übernommen, inklusive der Schützenwaldliegenschaft. Das neue Bildungszentrum für Krankenpflegeschüler eröffnet Asklepios im Herbst in der Schuh-Rohde-Fabrik (HNA berichtete), die Räume dort sind angemietet. Die ungenutzte Nachsorge stand dafür offenbar nie in Rede, an der Klinik auf dem Ziegenhainer Kottenberg war kein Platz für die Pflegerschule.

Auf unsere Anfrage zu den Plänen mit der Nachsorge teilte uns die Asklepios-Geschäftsführung am Freitag mit: „Derzeit führen wir bauliche Substanzprüfungen am Grundstück durch. Über eine mögliche Nachnutzung muss eine behördliche Abstimmung erfolgen. Für die Nachnutzung des Grundstückes gibt es einige Interessenten.“ (Anne Quehl)

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