Keine betriebsbedingten Kündigungen

Freudenberg in Schwalmstadt: 28 Mitarbeiter weniger als vor einem Jahr

Schwalmstadt. Der Freudenberg-Standort Schwalmstadt hat sich im vergangenen Jahr gut behauptet. Das wurde bei der Bilanzpressekonferenz der Freudenberg-Gruppe in Weinheim deutlich.

Der führende Standort im Bereich Fluidpower der Freudenberg-Geschäftsgruppe „Freudenberg Sealing Technologies“ musste sich in 2015 mit einer Abschwächung der Marktsegmente Landwirtschaft, Bergbau und allgemeiner Bauindustrie auseinandersetzen.

Die Mitarbeiter

Dabei wurden 28 Stellen abgebaut, heißt es in einer Pressemitteilung - allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen. Denn frei werdende Stellen wurden nicht neu besetzt.

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im vergangenen Jahr 381, das sind 28 Mitarbeiter weniger als im Vorjahr. Davon waren 23 Auszubildende, 2014 waren es noch 26 Auszubildende.

Die Produkte

Das in Schwalmstadt produzierte Polyurethan wird an Produktionsstandorten in Europa und Nordamerika zur Herstellung von Dichtungen verwendet. Zu den Produkten des Werks gehören hydraulische und pneumatische Dichtungen aus verschiedenen Elastomer- und Polyurethan-Werkstoffen, gefertigt unter Einsatz von Formpress-, Spritzpress- und Spritzgussverfahren. Außerdem kommen Polyurethan-Formteile und mittels eines CNC-gestützten Drehverfahrens hergestellte Dichtungen aus dem Schwalmstädter Standort.

Der Konzern

Bei der Bilanzpressekonferenz wurde ebenso deutlich, wie weltumspannend und entsprechend global dimensioniert der Technologiekonzern Freudenberg ist, zu dem der Schwalmstädter Standort gehört. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen auf quotaler Konsolidierungsbasis den Umsatz auf 7,57 Milliarden Euro gesteigert - ein Anstieg von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Geschäftslage 

Dr. Mohsen Sohi

„Wir sind weiter profitabel gewachsen und haben unser Unternehmen durch eine Reihe von strategischenProjek-ten gut weiterentwickelt“, sagte Dr. Mohsen Sohi, Sprecher des Vorstands der Freudenberg-Gruppe. Der Umsatz habe sich in nahezu allen Geschäftsgruppen erhöht, obwohl die weltweiten konjunkturellen Rahmenbedingungen schwierig waren, insbesondere in Südamerika und Russland. Ebenfalls herausfordernd seien die Entwicklungen im Öl- und Gasgeschäft, im Bergbau, in der Bauindustrie und in der Landwirtschaft gewesen.

Die Aussichten

Freudenberg habe im vergangenen Jahr zudem mehr denn je in Forschung und Entwicklung investiert, sagte Sohi weiter.

Ziel sei es, den Umsatzanteil neuer Produkte weiter zu steigern. Der Anteil der Produkte, die jünger sind als vier Jahre, liegt derzeit bei 26 Prozent.

Intensiv habe sich Freudenberg mit fünf Technologieplattformen beschäftigt: Vliesstoffe, Dichtungstechnik, Formgebung, Reibung/Verschleiß und Schmierung sowie Oberflächentechnologien.

Und: Mit einer guten Auftragslage sei die Freudenberg Gruppe ins Jahr 2016 gestartet. Unter anderem sollen allein in Deutschland über 90 Millionen Euro in Sachanlagen investiert werden, davon allein 30 Mio. Euro am Stammsitz in Weinheim.

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