In allen Formen und Farben

Früchte sind Familiensache: Familie Hooß züchtet 60 Kürbisarten auf dem Bastehof

Doris und Hans-Jürgen Hooß mit dem kleinsten und dem größten Kürbis der Saison.
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Doris und Hans-Jürgen Hooß mit dem kleinsten und dem größten Kürbis der Saison.

Für Familie Hooß vom Bastehof ist der Herbst mit viel Arbeit verbunden, denn dann werden die Kürbisse geerntet.

Leimbach – Hans-Jürgen Hooß ist Landwirt und seit einigen Jahren baut er gemeinsam mit seiner Ehefrau Doris und seinen Kindern Sebastian, Isabell und Daniel Kürbisse in allen vorstellbaren Formen und Farben an. Angefangen hat alles ganz klein: Vor 17 Jahren und mit nur zwei Pflänzchen im eigenen Garten. Jedes Jahr wurden es mehr Kürbisse und bald schon war der Ertrag so hoch, dass es zu viele Kürbisse für die Familie waren. „Also hatten unsere Kinder eine Idee: Wir stellen eine Schubkarre an die Straße und bieten die Kürbisse zum Verkauf an“, erzählt Doris Hooß. Ihr Ehemann deutet lachend auf den Hof voller Kürbisse: „Und mittlerweile sind wir bei einem ganzen Kürbisfeld mit über 60 verschiedenen Arten.“

Zunächst werden die Pflänzchen im Gewächshaus von der Familie selbst vorgezogen, auch die Kürbisse werden dann später von Hand geerntet. In diesem Jahr waren es etwa 700 bis 800 Pflanzen. „Das macht wirklich eine Menge Arbeit, aber unsere Kinder helfen gut mit“, erzählt Doris Hooß. Hans-Jürgen Hooß fügt schmunzelnd hinzu: „Na, es war ja auch ihre Idee.“ Allgemein sei der Kürbishof schon ein richtiger Familienbetrieb, denn auch die Eltern und Geschwister des Ehepaares helfen mit beim Ernten und Waschen.

Kürbisse vom Bastehof: Kreative Ideen

Auf dem Bastehof kann man sowohl Speise- als auch Zierkürbisse bekommen. Der größte Kürbis wiegt in diesem Jahr 40 Kilogramm, der kleinste gerade mal 21 Gramm. Besonders auffällig ist hier die liebevolle Präsentation der Kürbisse: Ein Kürbisherz sowie ein Schmetterling aus Kürbissen schmücken den Hof – das Werk von Doris Hooß. Alle Familienmitglieder sind mittlerweile richtige Kürbis-Fans geworden. Vor allem die Kinder Isabell, Daniel, Sebastian sowie seine Freundin Anna experimentieren gern mit seltenen und unbekannten Kürbissorten. Sie entwickeln und verfeinern eigene Rezepte. „Die Arbeit mit den Kürbissen macht uns allen ja auch wirklich Spaß“, sagt das Ehepaar.

Und das spüren die Kunden des Bastehofs auch: Sie besuchen den Hof regelmäßig, um immer wieder Neues zu probieren. „Viele Kunden aus der Region kommen zu uns wegen der alten Sorten, wie dem Gelben Zentner oder dem Friedrich Nietzsche-Kürbis. Die bekommt man im Supermarkt nicht mehr“, berichtet Hans-Jürgen Hooß. Sogar Kundschaft aus Kiel und Cuxhaven habe in diesem Herbst bei ihnen eingekauft. Normalerweise ist die Familie vom Bastehof auch immer auf Wochenmärkten unterwegs. In diesem Jahr sind wegen des Coronavirus allerdings viele Termine ausgefallen. „Umso dankbarer sind wir, dass die Kunden auch zu uns auf den Hof kommen und hier die Kürbisse kaufen“, sagt der Leimbacher. „Es ist jetzt Halbzeit, ungefähr die Hälfte der Kürbisse ist verkauft.“ Die Saison dauert noch bis Ende Oktober.

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