Gewerbe und Tourismus Schwalmstadt: Verein stellt sich neu auf

Schwalmstadt. Es war ein Abend der zügigen Beschlüsse, der im Vorfeld zweifelsohne sehr gut vorbereitet war: In einer außerordentlichen Sitzung hat sich der Schwalmstädter Verein für Gewerbe und Tourismus völlig neu aufgestellt.

Geführt wird G.u.T. nun von Björn Spanknebel.

Der 42-jährige Anwalt, der heute in Gilserberg lebt und dort auch im Gemeindeparlament ist, will laut seiner kurzen Vorstellungsrede bei G.u.T. die Interessensvertretung von Gewerbe, Wirtschaft und Tourismus in Schwalmstadt bündeln, „die Stadt hat tolle Voraussetzungen“. Besondere Pfunde seien die Anbindung durch den Bahnhof und demnächst die A 49 sowie die Lage inmitten einer der ältesten deutschen Kulturlandschaften.

Spanknebel unterstrich zugleich die Bedeutung des neugebildeten Beirats (zusätzlich zum Gremium der Beisitzer). Es gebe in Schwalmstadt reichlich Kompetenz, und die solle durch viele Köpfe genutzt werden.

Die Anzahl der Beiräte ist nach oben offen bis 14 Mitglieder, berufen werden sollen unter anderen Bürgermeister Pinhard, Michael Knoche, Armin Oske, Lothar Schmidt, Tim Dalchow und Jörg Möller. Sie tagen zweimal jährlich. Zur konstituierenden Sitzung wird demnächst eingeladen – im Sitzungsverlauf wurde betont, dass ausdrücklich alle Schwalmstädter zur Mitarbeit eingeladen seien.

Spanknebel zur Seite stehen als Stellvertreter Rafet Kurnaz und Dr. Bernd Adam, sie wurden beide in offener Abstimmung einstimmig gewählt. Kassierer ist Gerhard Brauroth, der ehemalige Stadtsparkassenmitarbeiter wird von einer Kollegin entgeltlich bei der Arbeit unterstützt. Als Schriftführer wurde der Steuerberater Harald Manz gewählt. Per Vorratsbeschluss sollen Petra Ziegert-Postleb und Sabine Ascher und Kassenprüferinnen bleiben – sie sind bislang die einzigen Frauen im Kern von G.u.T.

Engin Eroglu, der seit dem Tod von Bürgermeister Dr. Gerald Näser den Vorsitz innehatte, leitete seine letzte G.u.T.-Sitzung an der Spitze locker und gut gelaunt, „wenn es immer so laufen würde, wäre das ja ein wahrer Traumjob“, merkte er an. Eroglu war in der Frage des Vorsitzes hart geblieben, in der Sitzung vor vier Wochen war zunächst kein Nachfolger in Sicht.

Christian Herche überreichte ihm und dem übrigen scheidenden Vorstand Ahle Rote.

G.u.T. war vor rund drei Jahren als Verschmelzung der Gewerbevereine von Treysa und Ziegenhain ins Leben gerufen worden und war als Dienstherr für den Stadtmanager im Gespräch. Dazu kam es allerdings nicht, Alexander Duponts Stelle war bei der Stadtverwaltung angesiedelt. Bekanntlich hat Dupont Schwalmstadt längst den Rücken gekehrt, warum, wurde nie offiziell bekannt. Einen Nachfolger gibt es nicht, auch keine Ausschreibung.

Die Vereinskasse ist mit derzeit rund 15.000 Euro gut gefüllt.

Rubriklistenbild: © dpa

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