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Gartenbaubetrieb Warmke gehört seit Jahresbeginn zur Firma Gringel

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Sie stehen für zusammen 80 Beschäftigte im Zusammenschluss: von links Carola Schützenmeister, Frank Schnücker, Dominik Werno, Momme Keim, Kerstin Gringel, Melek Yanik, Yvonne Schwabe, Roland Vetter und Heiko Gringel.
Sie stehen für zusammen 80 Beschäftigte im Zusammenschluss: von links Carola Schützenmeister, Frank Schnücker, Dominik Werno, Momme Keim, Kerstin Gringel, Melek Yanik, Yvonne Schwabe, Roland Vetter und Heiko Gringel. © Anne Schönfeld

Wenn Roland Vetter und seine Mitarbeiter mit Heiko Gringel und seinem Team zusammen sitzen, dann wird schnell deutlich: Man kennt sich.

Schwalmstadt – „Rund 30 Jahre lang arbeiten wir nun schon zusammen“, erzählt Vetter, Inhaber des Warmke Garten- und Landschaftsbaubetriebs. Eine lange Zeit, in der beide immer wieder Hand in Hand gearbeitet und sich gegenseitig unterstützt haben.

Das waren auch die Gründe, weshalb Vetter vor einer Weile das Gespräch mit seinem langjährigen Geschäftspartner suchte, „ich möchte, dass es für die Firma Warmke weitergeht“. Seine beiden Kinder haben kein Interesse, den Garten- und Landschaftsbau mit Pflanzencenter und Baumschule zu übernehmen.

Auch von den Mitarbeitern will keiner den Schritt wagen. „Heiko hat sein Unternehmen in jeder Hinsicht zukunftsfähig gemacht“, so Vetter. Daher sei er sein erster Ansprechpartner gewesen, um für eine sichere Zukunft für die Firma Warmke und die Mitarbeiter zu sorgen.

Das war ein Riesen-Kompliment. Wie hätte ich da Nein sagen können“, sagt Heiko Gringel. Doch der Inhaber und Geschäftsführer des Bauunternehmens weiß auch um die Verantwortung, zu den bisher 65 Mitarbeitern sind nun ab dem 1. Januar 20 Mitarbeiter hinzugekommen.

„Es ist ein Wachstum von 30 Prozent“, verdeutlicht Gringel-Prokurist Momme Keim. Gemeinsam wolle man durch das Gesamtangebot um Kunden werben und ausreichend Aufträge erlangen. Der Zusammenschluss biete eine sehr gute Ergänzung, findet Warmke-Prokuristin Melek Yanik. Sie und ihre Kollegen seien froh darüber, etwa auch vom großen Gringel-Maschinenpark profitieren zu können.

Auch die Firma Gringel sieht die Vorteile. „Die Mitarbeiter von Warmke stellen für uns eine große Kompetenzerweiterung im Bereich Garten und Pflanzen dar“, meint Frank Schnücker, der seit 27 Jahren Führungskraft bei Gringel ist. In Zukunft sollen beispielsweise Außenanlagen von Baugebieten und Wohnhäusern möglichst naturnah gestaltet und bepflanzt werden, das Warmke-Team bringe die entsprechende Erfahrung mit.

Gegründet wurde das Pflanzencenter Warmke mit dem Garten- und Landschaftsbaubetrieb vor rund 35 Jahren von Rüdiger Warmke. Von ihm hatte es der Diplom-Ingenieur für Landschaftspflege Vetter als langjähriger Mitarbeiter vor gut acht Jahren übernommen. „Ich mache aber natürlich auch noch weiter“, betont der 62-Jährige.

Er bleibt als Betriebsleiter der Gringel Garten- und Landschaftsbau GmbH dabei, „im Grunde ändert sich erstmal eigentlich nur der Name der Firma“. Vetter: „Wir bleiben am selben Standort wie bisher und auch die Ansprechpartner bleiben die gleichen.“ Damit die Mitarbeiter der beiden Firmen sich besser kennenlernen, ist diesen Monat eine Kick-Off Veranstaltung im Wildpark Knüll geplant.

„Das A und O ist, dass es menschlich passt“, betont Kerstin Gringel. Im Laufe der vergangenen 15 Jahre sei schrittweise eine moderne Führungskultur etabliert worden, die den Mitarbeitern einen hohen Grad an selbstständigem und eigenverantwortlichem Arbeiten ermögliche.

„Neben der Firmenstruktur spielt die Digitalisierung eine ganz große Rolle“, sagt Heiko Gringel. Beispielsweise werden Drohnen oder GPS für Bestandsaufnahmen eingesetzt, die Teams arbeiten mit selbst entwickelten Programmen und Apps, und auch die Maschinen sind mit neuester Steuerungstechnik ausgestattet. Dafür gab es beispielsweise ein gemeinsames Projekt mit der Uni Kassel.

Und im Winter, wenn die Witterung oft dafür sorgt, dass die Arbeit auf den Baustellen ruhen muss, sei die Zeit für Fortbildungen, Schulungen und teambildenden Maßnahmen im Haus der Firma Gringel. Davon sollen in Zukunft auch die Mitarbeiter der Firma Warmke profitieren. Bereits seit einiger Zeit treffen sich die Teams jede Woche freitags, das Zusammenwachsen hat also bereits begonnen. (Anne Schönfeld)

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