2. September 1927: Elf Tote im Steinbruch

Gedenkstein für Opfer bei Sprengung auf der Landsburg - Unglück 1927

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Weihten einen Gedenkstein ein: von links Reinhold Norwig (ehemaliger Mitarbeiter im Landsburger Steinbruch) Timo Beckmann (Ortsbeirat) Andrea Böttger (Ortsbeirat) Regina Haust (Ortsbeirat) Günther Kirchhoff (stellv. Ortsvorsteher) Andreas Göbel (Ortsvorsteher) Erwin Pfannkuch (ehm. Sprengmeister im Steinbruch) und Horst Köhler (Ortsbeirat). 

Schwalmstadt. Einem verheerenden Unglück – der Sprengung auf der Landsburg – gedachten kürzlich die Michelsberger im Dorfgemeinschaftshaus.

Vor 90 Jahren, am 2. September 1927, misslang der Versuch auf dem Michelsberger Hausberg. Elf Menschen kamen um. 

Im Gedenken an das Unglück hatten die Michelsberger einen Gottesdienst organisiert, auch weihten sie einen Gedenkstein sowie eine Informationstafel ein.

Das Unglück prägte die jüngere Geschichte des Dorfes. Bei der zu früh losgegangenen Sprengung starben damals im Landsburger Steinbruch elf Menschen, einer wurde schwer verletzt, sechs davon stammten aus Michelsberg, die anderen aus Allendorf, Schlierbach und Waltersbrück.

Ortsvorsteher Andreas Göbel erläuterte vor fast 50 Zuhörern, dass dieses schreckliche Ereignis, das so viel Leid in die Familien gebracht habe, immer ein wichtiger Teil der Michelsberger Geschichte bleibe – an ihn gelte es daher auch nach so langer Zeit weiter zu erinnern. Deshalb habe man den Gedenkstein auch an einem so markanten und frequentieren Ort wie dem Dorfgemeinschaftshaus aufgestellt. Zudem zeige die große Beteiligung an der Gedenkveranstaltung, wie wichtig die Erinnerung an dieses furchtbare Unglück bis heute sei.

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