Eröffnung der Geschäfte

Langsam wieder hochfahren: Ladenbesitzer sind heilfroh, dass das Geschäft wieder losgeht

Bei Elektro Jaeckel in Frielendorf waren am Montag Rasierer besonders gefragt. Im Bild Angestellte Jasmin Schlöffel.
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Bei Elektro Jaeckel in Frielendorf waren am Montag Rasierer besonders gefragt. Im Bild Angestellte Jasmin Schlöffel.

Seit Montag herrscht zumindest wieder ein klein bisschen Normalität in den Gassen von Schwalmstadt und Frielendorf. Die Menschen schlendern durch die Geschäfte, wenn auch noch etwas verhalten.

Wir haben bei einigen Geschäften nachgefragt, wie sich die Lockerungen auf den Betrieb auswirken.

Schuhhaus Herche

„Es läuft alles sehr zivilisiert ab“, sagt Christian Herche aus dem Schuhhaus Herche in der Bahnhofstraße in Treysa. Die Kunden seien normal drauf gewesen und hätten keinerlei Ängste wegen einer Beratung auf Abstand gehabt. Herches Geschäft sei relativ groß, sodass die Gespräche über die nötige Entfernung eingehalten werden könne.

Die meisten Kunden kamen mit Schutzmasken in Herches Laden: „Ich glaube, das gibt ihnen allgemein ein besseres Gefühl“, sagt der Chef und fügt hinzu, dass das Personal ordnungsgemäß auch Masken trägt.

Die Hygieneregeln können laut Herche im Schuhhaus eingehalten werden: Es gibt Desinfektionsmittel und die Mitarbeiter achten auf eine relativ kurze Beratung, um nicht länger als nötig im Laden zu verweilen.

Intersport Gundlach

Beim Sportmodengeschäft Gundlach in der Bahnhofstraße 28 in Treysa ist die Freude groß, dass der Laden endlich wieder öffnen darf: „Die Kunden waren sehr gut drauf und gingen respektvoll miteinander um“, resümiert Bernd Gundlach den ersten Eröffnungstag nach der notwendigen Schließung.

An der Beratungssituation habe sich laut Gundlach wenig geändert. Die Kunden könnten ihren Artikel nach wie vor selbst holen. Wenn danach eine Beratung nötig sei, ginge die Kommunikation auch über den nötigen Abstand.

Am Eingang des Sportmodengeschäfts sind Spender mit Desinfektionsmitteln aufgestellt und das Personal trägt Schutzmasken. Das Wichtigste für Gundlach sei der Umgang der Kunden untereinander. Dieser bewertet der Chef als positiv: „Alle hielten sich an den Abstand, auch hier in dem großen Geschäft“, sagt Gundlach.

Optiker Oske

Das Optikergeschäft von Armin Oske aus der Wiederholdstraße 2 in Ziegenhain hatte auch in den vergangenen Wochen weiterhin geöffnet. Lediglich habe Oske die Stundenzahl reduziert. „Wir konnten nur die notwendigsten Sachen erledigen“, sagt Oske. Nun hofft er darauf, mit den Lockerungen alles wieder etwas höher fahren zu können.

Termine für Kontaktlinsen seien wegen der Vorschriften derzeit nicht zu vergeben, die Brille anpassen erfolge auch nur auf Kundenwunsch.

Elektro Jaeckel

Überwiegend ältere Menschen seien am Montag in den Laden gekommen, erzählt Viola Jaeckel vom gleichnamigen Betrieb am Marktplatz in Frielendorf: „Die Kunden trugen oft auch einen Mund-Nasen-Schutz.“ Nach der coronabedingten Zwangspause waren in dem Fachgeschäft Rasierer und Haarschneidemaschinen besonders gefragt.

Masken und Desinfektionsmittel gehören zum neuen Standard im Laden von Dirk und Viola Jaeckel. Alle Mitarbeiter seien im Umgang unterwiesen worden, betont Viola Jaeckel: „Wir desinfizieren Verkaufstresen und die Türgriffe regelmäßig.“

Bereits am Eingang werden Kunden an die Abstandsregeln erinnert. Auf dem Boden im Laden befinden sich Markierungen und damit sich niemand zu nahe kommt, wurde im Laden ein Einbahnstraßensystem gekennzeichnet. Man habe genau gemessen, wo man hinter der Kasse stehen müsse, um den Abstand zum Kunden wahren zu können, erklärt Viola Jaeckel. Aufgrund einer Ladenfläche von 280 Quadratmeter könne man theoretisch zusätzlich zu den zwei Verkäuferinnen zwölf Kunden begrüßen, sagt Dirk Jaeckel und fügt mit einem Augenzwinkern an: „Wir hoffen, dass die Menschen uns diesen Traum erfüllen.“

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