Bläser spielten südamerikanische Musik

Heiße Rhythmen beim Landesposaunentag in Treysa

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Proben für den großen Auftritt: Rund 125 Bläser kamen zum Landesposaunentag in die Hephata Diakonie nach Treysa.

Treysa. Ungewohnte Töne von Trompeten und Posaunen erklangen beim Landesposaunentag in der Hephata Diakonie. Südamerikanische Rhythmen bestimmten das inhaltliche Programm des Workshops.

„Martin Huss ist gebürtiger Argentinier“, sagte Landesposaunenwart Andreas Jahn. Als musikalischer Muttersprachler habe Huss die Musik Südamerikas für Posaunenchöre in dem Liederbuch „Ve con dios“ (Gehe mit Gott) zusammengefasst.

Proben für den großen Auftritt: Rund 125 Bläser kamen zum Landesposaunentag in die Hephata Diakonie nach Treysa.

„Leiser, leiser“ rief Huss während der Probe mit 125 Bläsern aus der kurhessisch-waldeckischen Landeskirche. „Der Rhythmus ist wichtig, die Lautstärke nicht“, erklärte Martin Huss. „Musik ist eine Sprache, sie ist nur zu verstehen, wenn sie richtig artikuliert wird“, so der Landesposaunenwart aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit viel Humor und kleinen Übungen versuchte Huss, den Musikern die Besonderheiten des Sambas, Rumbas, Bossa Novas und Tangos nahe zu bringen.

Er forderte die tiefen Stimmen auf zu klatschen, während die Trompeten die Melodiestimme spielten. „Stört ihren Rhythmus!“, so Huss. Das Lied „Empanadas“ handele von einem typischen Gericht Südamerikas, sagte der Dirigent und hielt eine Tafel hoch, auf der die Zubereitung der gefüllten Teigtaschen abgebildet war. Für das Stück „A ti Deos, sea la gloria“ (Dir, Gott, sei

Ehre) forderte der Landesposaunenwart die erste und zweite Stimme auf, ihre Noten zu tauschen. Nach dem ersten Durchspiel rief er begeistert: „Das ist Wahnsinn!“

Huss erklärte den besonderen Effekt damit, dass die zweite Stimme sich ganz besonders anstrenge, wenn sie einmal die erste Stimme spielen dürfe. „Tauschen Sie auch in Ihrem Chor immer wieder die Stimmen.“ Am Abend präsentierten die Bläser ihre neuen Fähigkeiten mit einem Konzert in der Hephatakirche.

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