Großtankstelle in Planung

Schwalmstadt: Investor stellt modernes Konzept für A49-Autobahnrastanlage vor

Planungen rund um den Neubau der A49 bei Schwalmstadt
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Planungen rund um den Neubau der A49 bei Schwalmstadt

Breite Zustimmung gibt es zum Vorhaben eines lokalen Investors, der an der A49 zwischen Treysa und Florshain eine hochmoderne Tank- und Rastanlage bauen will.

Schwalmstadt. Eine geplant Tank- und Rastanlage an der A49 wird von Schwalmstadt Parlamentariern unterstützt. Zur nötigen Vorbereitung des gesamten Verfahrens gab es in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung 31 Ja-Stimmen, dagegen sprachen sich die Grünen aus.

Zurzeit sind die landwirtschaftlichen Grundstücke des Plangebietes im Privatbesitz verschiedener Eigentümer. Für das Projekt werden etwa 10 000 Quadratmeter Fläche benötigt. Vorgesehen sind eine Großtankstelle mit namhafter Mineralölgesellschaft, Gastronomie/Fast Food-Unternehmen, Pkw- Waschanlagen, Stromtankstelle und auch eine Wasserstofftankstelle.

Direkt gegenüber entsteht die neue Autobahnmeisterei, der Investor will das sogenannte Verkehrsohr nutzen. Um Baurecht zu schaffen, ist ein umfangreiches Bauleitplanverfahren erforderlich, denn der Regionalplan Nordhessen sieht dort derzeit noch ein Vorranggebiet für Landwirtschaft vor. Es muss ein Abweichungsantrag gestellt werden, ebenso wie bereits für das Gewerbegebiet. So kann das Areal zu einem Vorranggebiet Industrie und Gewerbe umgewidmet werden.

Widerstand gegen das Projekt in Florshain

Aus stadtplanerischer Sicht wird das Vorhaben direkt an der Autobahn-Anschlussstelle als fachlich richtig bewertet. Allerdings müssen die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen noch geklärt werden. Der namentlich nicht genannte Investor stellte seine Pläne vorige Woche in einer Ausschusssitzung vor, wo sie mit viel Anklang aufgenommen worden sein sollen. Es sei auf neue Arbeitsplätze verwiesen worden und darauf, dass örtliche Zulieferer zum Zuge kommen würden.

Wie lange Vorbereitung und Bau dauern können, darüber ist noch nichts bekannt. Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Otto erinnerte daran, dass ein entsprechendes Vorhaben bei Borken schon lange in der Warteschleife stecke. Ein weiterer interessierter Investor ebenfalls aus Schwalmstadt hat sich nach HNA-Informationen zurückgezogen.

Beobachter gehen davon aus, dass der Erwerb aller erforderlicher Grundstücksparzellen des Plangebietes der Knackpunkt sein könnte. Besonders im benachbarten Florshain formiert sich Widerstand gegen Flächenversiegelung im Zusammenhang mit dem geplanten interkommunalen Gewerbegebiet. (Anne Quehl)

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