Professionelle Hanfplantage in Treysa entdeckt

Nach der Durchsuchung: Teile der Aufzuchtanlage an der Bahnhofsstraße in Treysa. Foto: Privat/nh

Treysa. Durch einen Wasserschaden ist eine professionelle Hanfplantage in Treysa entdeckt wurden. Der Mieter der Wohnung sowie zwei Komplizen wurden festgenommen, teilt die Polizei mit.

An einem Vormittag Ende November bemerkte eine Hausbewohnerin des Mehrfamilienhauses an der Bahnhofstraße, dass Wasser durch die Decke in ihre Wohnung tropfte, erklärt Polizei-Pressesprecher Markus Brettschneider. Sie habe daraufhin die Hauseigentümer verständigt und diese ließen die betreffende Wohnung öffnen. Dabei wurde nicht nur der Wasserschaden entdeckt, sondern auch die Verursacherin - eine leckende Aufzuchtanlage für Cannabispflanzen. Andere Möbel seien in der Wohnung nicht vorhanden gewesen, der Schluß liegt nahe, dass die Wohnung vom Mieter nie bewohnt wurde.

Von den Hauseigentümern wurde nach ihrer Entdeckung sofort die Polizei verständigt. Nach Anordnung der Wohnungsdurchsuchung durch das Amtsgericht in Marburg, wurde die betreffende Wohnung in der Bahnhofstraße von Kriminalbeamten durchsucht. Die vorhandenen Gerätschaften sowie eine geringe Mengen Hanfsamen und 30 Pflanzensetzlinge wurden vor Ort sichergestellt, erklärt Brettschneider.

Hanfplantage in Treysa entdeckt

Am Nachmittag habe die Polizei dann den 34-Jährige Wohnungsmieter in seiner eigentlichen Wohnung in Homberg festnehmen können. In dieser Wohnung konnten laut Polizei weitere Beweismittel sowie geringe Mengen Betäubung- und Arzneimittel aufgefunden und sichergestellt werden. In seiner anschließenden Vernehmung habe der 34-Jährige zwei weitere Mittäter benannt, es handele sich um einen 40-Jährigen und einen 26-Jährigen aus Homberg.

Beide wurden noch am gleichen Abend, mit Unterstützung der Polizeidirektion Kassel, festgenommen. Die Wohnungen der beiden Mittäter wurden ebenfalls durchsucht, dabei wurde in der Wohnung des 40-Jährigen weiteres Zubehör für die Aufzuchtanlage gefunden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg wurden alle drei Tatverdächtigen dem Haftrichter des Amtsgerichts Schwalmstadt vorgeführt.

Aufgrund der zur Last gelegten Tat - bandenmäßiger Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen - wurde gegen alle drei Tatverdächtigen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erlassen. Anschließend wurden sie in verschiedene Haftanstalten eingeliefert. (mia)

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