Hasenschule überrascht Spaziergänger

Florshain: Vorösterliche Kreationen rund um die Biedebacher Teiche

Spaß in der Natur: von links Finn Schiller (6 Jahre) und Erik Lange (12 Jahre) freuen sich über das gestaltete Klassenzimmer mit alter Schulbank im Freien.
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Spaß in der Natur: von links Finn Schiller (6 Jahre) und Erik Lange (12 Jahre) freuen sich über das gestaltete Klassenzimmer mit alter Schulbank im Freien.

Eine wunderbare Überraschung erwartet Spaziergänger am Wanderweg im „Lind“ nördlich von Florshain und den Wegen rund um die Biedebacher Teiche. Kinder und Erwachsene können sich an der Häschenschule erfreuen.

Florshain. Ulrich Dembkowski vom Verein Heimat und Brauchtum aus Florshain bastelte eine kleine Häschenschule mit Vorgarten und stellte sie gut sichtbar am Wurzelweg auf. Bereits zu Weihnachten fand sich an dieser Stelle eine von ihm gestaltete Weihnachtskrippe. „Wegen der Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Maßnahmen ist unsere Vereinsarbeit doch sehr eingeschränkt“, erzählt Dembkowski. So beschäftigte er sich mit diesen Bastelarbeiten, um Naturfreunde auf ihren Spaziergängen an diesem ungewöhnlichen Standort zu überraschen.

Bei der Gestaltung der Häschenschule wurde auf das kleinste Detail geachtet. Verwendung fanden alte Hasenfiguren und kleine Möbelstücke aus den heimischen Spielzeugkisten. „Die Hasenfiguren stammen noch von unserer Tochter und sind schon 45 Jahre alt“, berichtet der Florshainer. Kleine, bunte Holzstifte säumen den Rand des Schulgartens. Zwei Hasenfiguren weisen den Weg und so können sich Besucher an 15 kleinen Häschengeschichten auf einem Aufsteller erfreuen.

Detailverliebt: Ulrich Dembkowski vom Verein Heimat und Brauchtum bastelte diese niedliche Häschenschule.

Eine große Schulbank mit drei aufmerksamen Hasenschülern einige Meter entfernt stammt aus der alten Hephataschule in Treysa. Gestaltet hat diese Gruppe Herbert Siebold – ebenfalls aus Florshain.

Baumstümpfe wurden zu Hasenfiguren

Auch die beiden Florshainerinnen Helga Reidt und ihre Nachbarin Christine Dorweiler haben acht große Hasenfiguren an alten Baum- stümpfen kreiert. Verwendet wurden viele Naturmaterialien wie Äste und Wurzeln aus dem Wald. „Wir haben extra Apfelsinen- und Zitronennetze besorgt, diese mit Moos gefüllt und fertig waren die Osterhasennasen“, erzählen beide. „Die Barthaare sind aus Gräsern vom Waldboden“, verdeutlicht Dorweiler. Die kreativ verwandelten Baumstümpfe finden sich rund um die Biedebacher Teiche und im „Lind“. Mit zum Teil selbst gebastelten Ostereiern dekorierten die beiden Künstlerinnen außerdem viele Bäume im Umfeld der Hasenfiguren. „Wir als Rentnerinnen haben ja viel Zeit, lieben die Natur und haben Spaß an unseren Kreationen. Aber unser Hauptanliegen ist es, anderen eine Freude zu bereiten,“ erklären die Freundinnen unisono.

Eine ähnliche künstlerische Aktion der Florshainerinnen fand schon im vergangenen Jahr zur Weihnachtszeit mit einem liebevoll geschmückten Tannenbaum am Waldrand bei den Biedebacher Teichen statt (HNA berichtete).

Für die Zukunft sind von beiden Damen und auch seitens des Florshainer Heimatvereins weitere kreative Aktivitäten geplant. Spaziergänger können also auf neue, Auge und Seele erfreuende, Ein- und Anblicke hoffen. (Ute-Annemone Lorenz)

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