Helfende Hände für den Titel

Leo Brizzi unterstützt als Therapeut Deutschlands Kickboxer

Behandlung einer Sportverletzung
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Einen Kick aufs Knie bekam Sportler Sami Jakob, der Schwalmstädter Leo Brizzi, der in Treysa ein Gesundheitszentrum betreibt, behandelte ihn direkt im Wettkampf.

Die Kickbox-Weltmeisterschaften im italienischen Jesolo im Herbst waren ein voller Erfolg für die deutsche Nationalmannschaft. Dank großartiger Kämpfe erreichte das Team unter 1500 internationalen Teilnehmern einige Medaillengewinne.

Schwalmstadt. Einen wesentlichen Anteil daran hatte auch ein Schwalmstädter. Leo Brizzi, Inhaber des Trainings- und Therapiezentrums Projekt Gesundheit in Treysa, war als Physiotherapeut dafür zuständig, die Athleten nach Verletzungen an Schulter, Kiefer und Halswirbel zu behandeln und fit für die Wettkämpfe zu machen – ein erfolgreiches Gastspiel für den Heilpraktiker, der zuvor noch nie bei einer sportlichen Großveranstaltung als Berufstätiger dabei war.

„Es war ein super Erlebnis, die Athleten direkt am Ring und an den Matten zu betreuen. Vor allem, dass ich drei Weltmeister bei ihren Titelgewinnen begleiten durfte, empfinde ich als großes Glück“, denkt Brizzi mit Freude und Stolz zurück an die Zeit in Italien.

Durch Kontakte zum Vizepräsidenten des deutschen Kickbox-Verbandes Wako Andreas Riem, der als Kampfsportlehrer seines Sohnes Fabio im Ziegenhainer Fitness- Club Triple Fit fungiert, gehörte der ehemalige Fußballer erstmals zur deutschen Delegation. Und die Sportler waren bei Leo in guten Händen. So behob der Rehabilitationsexperte sowohl kleinere Blessuren, die durch die häufigen Schläge immer wieder auftraten, als auch Notfälle. Mit Mobilisationsübungen, Justierungen der Gelenke, Akupunktur und anderen Heilpraktiken stellte er die Gesundheit der Elitekämpfer wieder her. Zum Beispiel bei Bronzemedaillengewinner Sami Jakob nach einem Kick auf sein Knie im Halbfinale. Auch Jakob Styben bedankte sich mit starken Leistungen für die Soforthilfemaßnahmen.

Der Profikämpfer holte den Vize-Weltmeistertitel im K1 in der Klasse bis 91 Kilogramm. Noch besser lief es für Stefanie Kemper mit WM-Gold. Die Leichtkontakt-Kämpferin bis 65 Kilogramm startete aber erst durch, als der gebürtige Italiener ihre Blockade in der Halswirbelsäule therapeutisch gelöst hatte. Gleiches galt für Mike Höfer und Stefan Hoppe, die nach Behandlungen an lädierter Schulter und Halswirbel die entscheidenden Schritte zum Leichtkontakt-Weltmeistertitel gegangen sind. „Ich habe eine Menge Lob und Danksagungen vom Verband für meine Behandlungen erhalten. Auch ein paar neue Anfragen sind schon eingetroffen“, berichtet der zertifizierte Chiropraktiker.

Einer Teilnahme an der Junioren-Europameisterschaft und Elite-Wettkämpfen im Kickboxen sowie an aktuellen Veranstaltungen des Leichtathletik-Nationalteams hätte der Geschäftsführer gerne zugestimmt, muss sich aber vornehmlich um sein Hauptgeschäft kümmern – sein Gesundheitsstudio an der Hephata-Klinik, in dem sich außerdem ein deutschlandweites Zentrum für Athleten des Kickbox-Verbandes befindet.

Eine Ausnahme würde Brizzi, der vor vier Jahren schon mit den Fußball-Bundesligisten Hamburger SV und RB Leipzig kooperierte, aber ganz bestimmt machen: Falls der Deutsche Olympische Sportbund ihn nach seiner Bereitschaft fragt, für die Gesundheit des Nationalteams bei Olympia zu sorgen, hätte er Lust, das Angebot anzunehmen. Dieser Traum könnte für Leo Brizzi irgendwann in Erfüllung gehen. (Fabian Seck)

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