Ziegenhain

Herrnhuter Stern für Paradeplatz: Zeichen der Emotionalität in Pandemie-Zeiten

Der Herrenhuter Stern leuchtet das erste Mal: Es betrachten ihn stolz von links Christian Schlein, Gabriele Franke und Bernd Völker, Vorstandsmitglieder des Arbeitskreises Festung Ziegenhain.
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Der Herrenhuter Stern leuchtet das erste Mal: Es betrachten ihn stolz von links Christian Schlein, Gabriele Franke und Bernd Völker, Vorstandsmitglieder des Arbeitskreises Festung Ziegenhain.

Der Paradeplatz in Ziegenhain bekommt einen Herrnhuter Stern in Sondergröße. Umgesetzt wurde dieses Projekt von Christian Schlein und dem Arbeitskreis Festung.

Schwalmstadt - Christian Schlein liebt Herrnhuter Sterne. Schon seit einigen Jahren sammelt er die beleuchteten Weihnachtssterne der Herrnhuter Brüdergemeinde, die den Stern von Betlehem symbolisieren. Nun hat er diese Leidenschaft an seine Vereinskameraden vom Arbeitskreis Festung weitergegeben und gemeinsam haben sie eine Sonderanfertigung eines Herrnhuter Sterns im Durchmesser von 1,90 Meter nach Ziegenhain holen können.

Etwa seit dem sechsten Lebensjahr interessiert sich Christian Schlein für erzgebirgische Volkskunst. „Nach der Grenzöffnung habe ich mein erstes Räuchermännchen geschenkt bekommen. Seitdem sammele ich so etwas.“ Jedes Jahr habe der Schwälmer auf dem Weihnachtsmarkt mt seiner Oma neue Schätze gefunden. Irgendwann sei dabei auch die Leidenschaft für Herrnhuter Sterne dazugekommen. „Ich habe sie hier auf dem Weihnachtsmarkt in Ziegenhain entdeckt. Seit 2014 sammeln ich diese Sterne, etwa zehn Stück müsste ich mittlerweile zu Hause haben.“ Auch als Geschenk eignen sie sich gut, sagt er: „Ich habe fast 40 Stück verschenkt.“

Idee und Umsetzung

Die Idee für einen Herrnhuter Stern auf dem Paradeplatz kam Christian Schlein und weiteren Arbeitskreis-Mitgliedern erst vor etwa zwei Wochen. „Der Stern wurde in der vergangenen Woche für uns extra angefertigt. Ich hätte nicht gedacht, dass wir es in diesem Jahr noch schaffen“, sagt der Schwälmer. Vorsitzender Bernd Völker sagt über die Pandemie-Zeit: „Dem Arbeitskreis Festung ist es wichtig, den Schwälmern gerade jetzt etwas Schönes und Emotionales zu zeigen, besonders hier nahe der Festung und dem Paradeplatz. Auch, weil der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr nicht stattfinden kann.“ Und auch einen Weihnachtsbaum wird es in diesem Winter auf dem Paradeplatz in Ziegenhain nicht geben.

Der Herrnhuter Stern für den Paradeplatz hat einen Durchmesser von 1,90 Meter und ist damit eine Sonderanferigung. Normal zu kaufen gebe es die Sterne in Größen von 13 cm bis 1,30 Meter Durchmesser, wie Christian Schlein berichtet. Und weiter: „Sterne in dieser Größe sind schon etwas Besonderes. Im Bundeskanzleramt gibt es einen Stern noch eine Nummer größer, mit einem Durchmesser von 2,50 Meter.“ Größere Sterne seien bislang nicht angefertigt worden.

Sponsoren

Besonders erfreut hat Gabriele Franke, die ebenfalls als Vereinsmitglied am Projekt beteiligt war, dass einige Unternehmen aus der Region direkt bereit waren, Geld für den Herrnhuter Stern zur Verfügung zu stellen: „Wir hatten die Sponsoren an nur einem Tag zusammen.“ Nicht zuletzt deswegen war das gesamte Projekt auch in solch kurzer Zeit umsetzbar.

Die Sponsoren des Herrnhuter Sterns sind die Kreissparkasse Schwalm-Eder, Gringel Bau und Plan GmbH sowie Spedition Heidelmann GmbH. Außerdem auch Christian Schlein, Bernd Völker und Gabriele Franke als Privatpersonen. Der Arbeitskreis Festung Ziegenhain übernimmt zudem die noch ausstehende Summe.

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