Neue Räume für die Ein- bis Dreijährigen und eine neue Turnhalle

Ziegenhainer Kindertagesstätte Regenbogen wiedereröffnet

Ziegenhain. Zwei Mädchen schieben einen Servierwagen in Richtung Küche, ein Junge wühlt in der Werkzeugkiste, ein kleines Mädchen sitzt vertieft am Maltisch und verschönert sein Papierboot: In der Kita Regenbogen in Ziegenhain hat der Alltag wieder begonnen.

Seit der zweiten Januarwoche ist das neun Monate währende Provisorium im Schützenwald beendet.

Am heutigen Freitag ist die offizielle Wiedereröffnung, und morgen findet ein Tag der offenen Tür statt. Aus dem 40 Jahre alten Gebäude mit ursprünglich 450 Quadratmetern Fläche ist ein modernes helles Haus geworden.

Im neuen, 300 Quadratmeter großem Anbau befinden sich die Räume für die Ein- bis Dreijährigen und die neue Turnhalle. Die Dachaufstockung bietet mit 100 Quadratmetern Platz für ein Büro, einen Mitarbeiterraum und eine Bibliothek. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 1,3 Millionen Euro, 390 000 Euro übernahm das Land Hessen, für die energetische Sanierung gab es einen Zuschuss von 48 000 Euro, den Rest finanzierte die Stadt Schwalmstadt.

Die Räume für die Jüngsten sind für Straßenschuhe tabu, einige der Kleinen sind noch im Krabbelalter.

Im Wickelraum können die Kinder mit Hilfe einer herausziehbaren Treppe auf die Wickelunterlage klettern, außerdem steht für die größeren Malheurs eine Duschbadewanne bereit.

Die Räume der älteren Kinder sind so umgebaut worden, dass jede der vier Gruppen jetzt nicht nur ein, sondern zwei Zimmer nutzen kann. „Wir können die Spielbereiche bei Bedarf trennen oder auch mit kleineren Gruppen intensiv arbeiten“, sagt Monika Langer, stellvertretende Leiterin.

In den vergangenen 40 Jahren habe sich die Arbeit mit Kindern stark verändert, so Langer. Die große Altersspanne heute sei eine tägliche Herausforderung für die Erzieher. „Die Großen explodieren förmlich und wollen anders gefordert werden als die Kleinen“, erläutert Langer. „Den Pavillon haben wir stehen lassen, weil wir dort gern eine Werkstatt einrichten möchten“, berichtet Langer.

Außerdem solle im Obergeschoss noch eine Bibliothek mit Bilderbüchern entstehen. Noch ist also nicht alles fertig, vor allem der Außenbereich sieht wie eine große Baustelle aus. Die Arbeiten sollen beginnen, wenn die Witterung besser sei, so Langer. Vor dem Anbau sei ein Spielbereich für die Jüngsten geplant, hinter dem Gebäude solle es einen naturnahen Spielplatz geben. „Wir freuen uns besonders über die neuen Akustik-Decken“, erzählt Monika Langer. „Die Ruhe war anfangs fast gespenstisch, doch die deutlich reduzierte Lautstärke verändert das Spielverhalten der Kinder und schafft für alle eine entspannte Atmosphäre.“

Von Christiane Decker

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