Motorsägenkurse nach KWF-Standard kosten circa 120 Euro

Hellwach an der Motorsäge: Holzmachen muss erlernt werden

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Er versorgt die Schwalm mit Motorsägenführerscheinen: Stefan Heipel ist Forstwirtschaftsmeister und bietet Kurse zum sicheren Umgang mit der Motorsäge an. Wer im öffentlichen Wald arbeiten will, braucht seit mehreren Jahren ein Zertifikat dafür.

Willingshausen. Der Umgang mit einer Motorsäge will gelernt sein – deshalb gibt es Kurse, bei denen der richtige und sichere Umgang mit den benzinbetriebenen Sägen vermittelt wird.

Bei erfolgreichem Abschluss darf liegendes Holz im Wald von Privatleuten bearbeitet werden. Stefan Heipel (34) ist Forstwirtschaftsmeister und bietet Kurse an, damit die Arbeit mit der Motorsäge unfallfrei klappt. „Meine Kurse richten sich an jeden, der Interesse daran hat, den richtigen Umgang mit der Motorsäge zu erlernen. Egal ob mit Vorerfahrung oder ohne“, sagt Stefan Heipel. 

Leute aus ganz Deutschland und aus unterschiedlichen Berufsgruppen nehmen an den Kursen teil. Sogar ein Pilot habe schon Holz auf dem Hof von Stefan Heipel zerlegt. Der 34-jährige Willingshäuser leitet sechs Kurse im Jahr.

Motorsägenführerschein: Stefan Heipel ist Forstmeister und bietet Kurse zum sicheren Umgang mit der Motorsäge an. 

„Im Wald darf niemals Routine ins Spiel kommen, man muss immer hellwach bei der Arbeit mit der Motorsäge sein“, sagt Heipel. Respekt sollte man haben, aber keine Angst vor der Säge, sonst könne man nicht ergiebig arbeiten. Nach Vorgabe des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KWF) muss ein Kurs, wie von Heipel angeboten, 4,5 Stunden Theorie und dieselbe Zeit noch mal Praxis beinhalten, erst dann darf ein Zertifikat ausgestellt werden. 

„Im Theorieteil werden unter anderem sicherheitstechnische Einrichtungen an der Motorsäge und Gefahren bei der Brennholzwerbung besprochen. Anschließend müssen alle Kursteilnehmer einen kurzen Test bestehen, erst dann geht man zum praktischen Teil über“, sagt Heipel.

„Wie jeder Waldarbeiter brauchen auch die Kursteilnehmer die richtige Kleidung im Wald. Hierzu gehört ein Schutzhelm mit Gesichts- und Gehörschutz sowie schnittfeste Schuhe, Hose und Handschuhe. Alles sollte möglichst in Signalfarben sein“, erläutert der 34-jährige Willingshäuser. Die Schnittschutzhose könne eine Art Notbremse sein, wenn die Motorsäge beim Arbeiten abrutscht und in den Beinbereich schlägt. Der Faden der Hose sei so elastisch, dass er sich um die Kette im Antriebsbereich der Motorsäge wickele und die Säge stoppe, verdeutlicht er.

Hat man erfolgreich am Motorsägenkurs teilgenommen, bekommt man eine Urkunde, die dazu befähigt, liegendes Holz im Wald zu bearbeiten. Der Revierförster teilt dem Kunden mit, wo er bestelltes Holz findet und stellt eine Zufahrtsberechtigung aus.

Schnittschutzhosen im Test:

 

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